Hausen

Teure Sanierung: Der Kindergarten und sein Pavillon brauchen einen Zusatzkredit

An der Gemeindeversammlung stehen auch die Gemeindeordnung und das Budget zur Diskussion.

An der Gemeindeversammlung stehen auch die Gemeindeordnung und das Budget zur Diskussion.

Die Gemeindeversammlung Hausen muss über einen sechsstelligen Zusatzkredit für die Sanierung des Kindergartens befinden. Weitere Traktanden sind die Gemeindeordnung und das Budget mit unverändertem Steuerfuss.

Der Aufwand für die Sanierung des bestehenden Kindergartens und des Pavillons in Hausen ist höher als ursprünglich angenommen. An der Gemeindeversammlung steht deshalb ein Zusatzkredit von 155'000 Franken zur Diskussion.

Für die Sanierungsmassnahmen wurde im November 2018 ein Kredit von 550'000 Franken bewilligt. Die dringende Erneuerung des Pavillons konnte während den Sommerferien in diesem Jahr erfolgreich abgeschlossen werden.

Rechtzeitig zu Beginn des Schuljahrs, so der Gemeinderat, stand für die neue, vierte Kindergartenabteilung der erforderliche Unterrichtsraum zur Verfügung. Die Kosten für den Pavillon liegen etwas unterhalb des veranschlagten Betrags.

Die Gebäudehülle muss komplett erneuert werden

In einem nächsten Schritt sollen nun die drei bestehenden Kindergartengebäude sowie der Lagerschopf erneuert werden zwischen den Frühlings- und Sommerferien 2020. Der Zustand der Gebäudehülle wurde mittels punktueller Öffnungen im Flachdach und in den Fassaden untersucht.

Mit Hilfe dieser Erkenntnisse können gemäss Gemeinderat das effektive Schadenausmass respektive die vorhandenen Mängel sowie die daraus abzuleitenden Massnahmen wesentlich konkreter definiert werden. Zur Verifizierung der Kosten wurden Richtofferten eingeholt.

Durch die nun zur Verfügung stehenden Grundlagen steht fest, führt der Gemeinderat aus, dass eine nachhaltige Sanierung der Kindergartengebäude zu einer Überschreitung des genehmigten Verpflichtungskredits führt.

«Bei den über 20-jährigen Holzbauten muss die Gebäudehülle komplett saniert werden.» Einzelne Fassadenelemente seien morsch und das Dach sei stellenweise undicht. «Mit der Sanierung soll die Funktionstüchtigkeit der Bauten langfristig sichergestellt werden.»

Durch entsprechende Materialwahl, fügt die Behörde an, kann der künftige Gebäudeunterhalt minimiert werden. Aufgrund der gestiegenen Anzahl Kinder sei zudem das Spiel- und Bewegungsangebot in der Umgebung zu erweitern.

Hürde für fakultatives Referendum sinkt

Weiter entscheiden die Stimmberechtigten am Donnerstag, 21. November, über eine Einbürgerung, Kreditabrechnungen sowie die Teilrevision der Gemeindeordnung. Unter anderem sollen beim fakultativen Referendum neu 10 Prozent der Unterschriften der Stimmberechtigten genügen. Bisher waren 25 Prozent notwendig.

Das Budget 2020 der Einwohnergemeinde rechnet – bei einem unveränderten Steuerfuss von 99 Prozent – mit einem Verlust von 374'000 Franken. Im Vorjahresbudget betrug der Verlust 208'100 Franken.

Autor

Michael Hunziker

Michael Hunziker

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