Windisch
Teure Fitnesskur fürs Bezirksschulhaus

Kredit für die Sanierung des Bezirksschulhauses kommt vor den Einwohnerrat.

Louis Probst
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«Verschiedene Bauteile des Bezirksschulhauses weisen unzumutbare Defizite auf», erklärt der Gemeinderat Windisch in seiner Botschaft zu einem Kredit von knapp 7 Millionen Franken für die Sanierung des Bezirksschulhauses. «Diese Defizite beeinträchtigen bei längerem Zuwarten die Sicherheit und die Bausubstanz oder sie lassen aufgrund des fehlenden Komforts eine Nutzung nicht mehr zu.» Letzteres trifft nach Ansicht des Gemeinderates vor allem auf das Lernschwimmbecken zu. «Die Benutzung ist aufgrund des ungenügenden Komforts nicht zumutbar», betont der Gemeinderat.

Verzicht aufs Lernschwimmbecken

Nach Meinung des Gemeinderates soll daher auf die – aufwändige – Sanierung des Lernschwimmbeckens verzichtet werden.

Wie der Gemeinderat in seiner Kreditvorlage erklärt, «anerkennt er den hohen Nutzen des Schwimmunterrichts an den Windischer Schulen». Beim Lernschwimmbecken stehe dieser Nutzen jedoch in einem schlechten Verhältnis zu den Betriebskosten. Zudem sei ein Lernschwimmbecken für eine Gemeinde in der Grösse von Windisch eine Ausnahmeerscheinung.

Anderer Ansicht ist die Schulleitung. In einer Stellungnahme gibt sie unter anderem zu bedenken: «Ein Verzicht auf das Lernschwimmbecken bedeutet eine zu grosse Beeinträchtigung für das gesundheitsfördernde Angebot der Schule Windisch.» Und ein Ausweichen auf Nachbargemeinden sei aus Kosten-Nutzen-Überlegungen nicht attraktiv, betont die Schulleitung. Die Zusatzkosten würden jährlich 75000 Franken betragen, zudem fehle es an Kapazitäten.

Fit für den nächsten Zyklus

Für die Sanierung des Bezirksschulhauses beantragt der Gemeinderat dem Einwohnerrat jetzt einen Bruttokredit von 6,695 Millionen Franken. Dieser Kredit setzt sich aus den Positionen Sanierung des Zivilschutzraumes (125000 Franken), Instandsetzung des Schulhauses (5,26 Millionen Franken), Einbau einer Komfortlüftung (600000 Franken), Rückbau des Lernschwimmbeckens (110000 Franken) sowie einer Reserve für das Auffangen von Kostenungenauigkeiten (600000 Franken) zusammen.

«Mit der Instandsetzung der Gebäudesubstanz wird das Bezirksschulhaus für den nächsten Zyklus hergestellt», betont der Gemeinderat. «Und mit der energetischen Sanierung und dem Rückbau des Lernschwimmbeckens werden die Betriebskosten reduziert.» Aus Rücksicht auf den Schulbetrieb – und die Gemeindefinanzen – soll die Sanierung in Etappen erfolgen.