Brugg
Tausende freuten sich an der einmaligen Strassensperre

Der 1. slowUp in der Region zog bereits 15000 Velofahrer, Inlineskater, Jogger und Fussgänger an. Geht es nach den Organisatoren, soll es nicht der letzte Anlass dieser Art gewesen sein.

Irene Hung-König
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Am ersten slowUp in der Region Brugg gehen 15000 grosse und kleine Sportlerinnen und Sportler auf die Strecke. Philippe Neidhart

Am ersten slowUp in der Region Brugg gehen 15000 grosse und kleine Sportlerinnen und Sportler auf die Strecke. Philippe Neidhart

Einfach mal das Velo satteln, die Inlineskates schnüren und losfahren. Keine Autos weit und breit, nur Scharen von behelmten Velofahrerinnen und Velofahrern, viele Elektrobikes, Renn- und Militärvelos: Das ist slowUp, entschleunigen, plaudernd eine grosszügige Strecke zurücklegen. Die Sportler fahren an diesem Sonntagmorgen die Tannhübelstrasse Richtung Hausener Festplatz hinunter. Einige wenige gönnen sich einen Kaffee, die grosse Masse wird sich um die Mittagszeit mit Raclette-Brot, Pommes frites oder einem Milchshake verköstigen.

Das Lupfiger Festgelände ist ein Grossfestplatz des slowUp und hier treffen sich die Sportbegeisterten
9 Bilder
Von Scherz geht es den Stutz hinauf Richtung Tannhübel
Manchmal brauchts wie bei diesem Kind, die Hilfe der Erwachsenen
Für die Familie Bieri aus Leuggern ist es der 5. slowUp
Diesem Skater scheint der Rundkurs zu gefallen
Diese Familie ist flott mit dem Fünfertandem unterwegs
Die Familien Rölli mit Skates (links) und die Familien Keller und Schaad wollen auf ihrer Rundfahrt auch Glacé essen
Alle Hände voll zu tun haben die Frauen der Damenriege Hausen, ihr Raclette-Brot ist heiss begehrt
Brigitta Brogle aus Münchwile nimmt mit Hund Buddy am slowUp teil

Das Lupfiger Festgelände ist ein Grossfestplatz des slowUp und hier treffen sich die Sportbegeisterten

Irene Hung-König

Die Familien Keller, Schaad und Rölli machen sich gerade für die Tour mit ihren Bikes und Inlineskates bereit. Werden heute die ganzen 30 Kilometer zurückgelegt? «Wir schauen mal, wie weit die Kinder fahren wollen, denn wir nehmen es gemütlich. Zwischendurch mal eine Pause mit Glace essen und wenns dann gar nicht mehr geht, können wir auch den Bus nehmen», sagt Nadine Keller aus Hausen. Die Rundstrecke führte vom Brugger Geissenschachen nach Windisch, über Mülligen, Lupfig, Scherz, Hausen, Brugg, Umiken, Riniken, Rüfenach und Lauffohr.

Kinder und Hunde im Anhänger

Die Kinder flitzen mit Skateboards und Inlineskates über die Strassen, kleinere Kinder werden von Mama oder Papa im Kindersitz oder im Anhänger chauffiert. Hie und da sitzt im Anhänger auch ein Hund. Velofahrerin Brigitta Brogle aus Münchwilen nimmt ihren Hund Buddy aus dem Körbchen, um ihn auf dem Lupfiger Fuchshaldeweg an der Leine mitlaufen zu lassen: «Ich hab schon in Laufenburg am slowUp teilgenommen. Mir gefällt das Gemütliche und die Gesellschaft an diesem Anlass», sagt sie, ehe sie wieder ihrem «Göttibub», der mit seinem Kind dabei ist, hinterherradelt.

«Lässige, gelungene Abwechslung»

Doch auch wenn keine Autos fahren dürfen: Etwas Vorsicht ist trotzdem geboten, wenn sich ein Pulk mit verschiedensten Sportlerinnen und Sportlern bewegt. Hie und da sind ein «Pass auf!» und «Immer geradeaus schauen» zu vernehmen. Auf dem Lupfiger Festgelände in der Industrie hat es sich Daniel Hess mit seinen Töchtern Nina und Emma in Liegestühlen bequem gemacht: «Ich bin ja sonst eher mit dem Auto unterwegs, doch heute sind wir mit den Velos gefahren. Der slowUp ist eine lässige Sache und eine gelungene Abwechslung.» Regelrechte Marktstimmung herrscht hier im Industriegelände: Im Outdoor-Outlet werden Velohelme anprobiert, und manch einer kauft sich das nötige Shirt ein. Die Vereine brutzeln ihre Bratwürste, ein Chili con Carne wird serviert, oder frische Kirschen locken zum Kauf.

Für Verena Rohrer, Projektleiterin und Geschäftsstellenführerin des 1. slowUp, ist die Premiere ein voller Erfolg: «Wir sind sehr erfreut über die gelungene Premiere. Wir hatten einen tadellosen Ablauf, und überall sahen wir fröhliche Gesichter. Die 15 000 Teilnehmer sind für einen ersten slowUp sehr gut. Unser Ziel ist es, regelmässig einen solchen Anlass durchzuführen.»

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