Rutenzug

Tagwache: Elf Böllerschüsse haben die Stadt Brugg um punkt 6 Uhr aufgeweckt

Elf Schüsse – einen pro Bezirk – holen die Brugger aus den Federn. CM

Elf Schüsse – einen pro Bezirk – holen die Brugger aus den Federn. CM

Wer nicht früh zur Tagwache auf den Hexenplatz kommt, wird mit elf Böllerschüssen aus den Federn geholt. Der ohrenbetäubende Auftakt zum Rutenzug lockt jedes Jahr viele Schaulustige auf den Bruggerberg. Am Rutenzug ist die ganze Stadt auf den Beinen.

Kurz vor sechs Uhr ist die Welt noch in Ordnung. Petrus hat den Wasserhahn am Donnerstagmorgen rechtzeitig zugedreht. Über der Aare verziehen sich die letzten Nebelschwaden. Noch deutet wenig auf den wichtigsten Tag im Brugger Jahreskalender hin. Der steile Aufstieg zum Hexenplatz kommt einer Morgenmeditation gleich.

Plötzlich Applaus vom Waldrand her und Gelächter. Auf den ersten Stundenschlag der Amtshausglocke um 6 Uhr gibt Stadtammann Daniel Moser den Stadtkanonieren das Zeichen, im Minutentakt elf Böllerschüsse – einen pro Bezirk – abzufeuern und so die Stadt zu wecken. In der Altstadt marschieren gleichzeitig die Tambouren auf.

Tagwache: Elf Böllerschüsse haben die Stadt Brugg um punkt 6 Uhr aufgeweckt

Tagwache: Elf Böllerschüsse haben die Stadt Brugg um punkt 6 Uhr aufgeweckt

Eine bunte Schar Schaulustiger – darunter zahlreiche Kinder – hat sich zu diesem traditionellen Rutenzug-Auftakt auf dem Hexenplatz versammelt. Auf dem Tisch stehen Thermoskrüge und Tassen. Die riesige Vorfreude auf den Rutenzug steht den Anwesenden ins Gesicht geschrieben.

Nach dem letzten Schuss erklärt Stadtammann Moser den Rutenzug offiziell für eröffnet. Wenige Minuten später ist der Spuk vorbei – und der Hexenplatz wieder verwaist.

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