Auf dem Areal im Geissenschachen zwischen Brugg und Windisch herrscht regelmässig viel Leben – anzutreffen sind Soldaten genauso wie Mitglieder von Vereinen: Fussballer, Schützen, Pontoniere, Reiter, Radsportler oder Hornusser. Kein Wunder also, wird der Autoparkplatz rege genutzt.

Nur: Belegt sind die Plätze häufig während ganzen Tagen von Autofahrern, die ihr Fahrzeug am Morgen im Geissenschachen gratis und franko parkieren und dann im wenigen Minuten entfernten Zentrum ihrer Arbeit nachgehen.

Seit der Eröffnung des Campus-Neubaus der Fachhochschule Nordwestschweiz sei dieses Verhalten häufiger zu beobachten, sagt Heiner Hossli, Chef der Regionalpolizei (Repol) Brugg.

Anders gesagt: Die Parkplätze fehlen für diejenigen Besucher, die einen Ausflug in den Geissenschachen unternehmen, die bei einem Spaziergang die Landschaft an der Aare geniessen wollen. Der schön instand gestellte Platz soll gerade ihnen zur Verfügung stehen, sagt Hossli. «Das war von Anfang an die Idee.»

Regime gilt werktags

Nach Rücksprache mit den Vereinen sei der Entscheid für das neue Parkplatz-Regime gefallen, fährt der Repol-Chef fort. Seit gestern steht die Signalisationstafel. Von Montag bis Freitag, 7 bis 19 Uhr, wird die Parkdauer auf drei Stunden beschränkt.

Vergisst ein Automobilist, die Parkscheibe zu stellen, wird er von der Polizei mit einem Schreiben auf die neue Situation hingewiesen. Zumindest bis Ende Monat. Ab September kann es ins Geld gehen: Dann werden Bussen – ab 40 Franken – verteilt.

«Mit dieser Massnahme erhoffen wir uns eine Verbesserung der Situation im Geissenschachen», sagt Hossli. «Wir haben eine Lösung gefunden, hinter der alle Beteiligten stehen können. Das war uns wichtig.»

Jedenfalls: Von den betroffenen Vereinen habe es keine negativen Rückmeldungen gegeben. Und während der öffentlichen Auflage seien keine Einsprachen eingegangen.

Zuständig ist Windisch

Für einen Spaziergang an der Aare sind drei Stunden ausreichend, ist Hossli überzeugt. Für die Vereinsaktivitäten nach 19 Uhr oder die Anlässe an den Wochenenden gilt die neue Regelung nicht.

Nebenbei: Etwas weiter weg – bei den Tennisplätzen – sind nach wie vor Parkplätze vorhanden, auf denen die Fahrzeuge während 15 Stunden abgestellt werden können.

Übrigens: Mit den Arbeiten rund um die Signalisation ist die Regionalpolizei Brugg vom Gemeinderat Windisch beauftragt worden. Denn das Areal im Geissenschachen befindet sich auf Windischer Boden.

Allerdings: Besitzerin des Geländes ist die Ortsbürgergemeinde Brugg, genutzt wird es hauptsächlich von der Armee.