Mülligen
Swissgenetics investiert in die Zukunft

Mit dem Spatenstich ist diese Woche der Baubeginn der neuen Stallgebäude in Mülligen erfolgt. Für knapp 7 Millionen Franken will Swissgenetics in drei Bauetappen das Tierwohl für zirka 200 Stiere verbessern.

Merken
Drucken
Teilen
Mit dem Spatenstich ist der Bau der neuen Stallgebäude in Mülligen gestartet (v. l.): Joseph Kneubühler, Ulrich Witschi, Leo Grünenfelder, alle Swissgenetics; Joseph Amstutz, Krieger AG; Hans Fries, HF Baumanagement. ZVG

Mit dem Spatenstich ist der Bau der neuen Stallgebäude in Mülligen gestartet (v. l.): Joseph Kneubühler, Ulrich Witschi, Leo Grünenfelder, alle Swissgenetics; Joseph Amstutz, Krieger AG; Hans Fries, HF Baumanagement. ZVG

zvg

Die Infrastruktur von Swissgenetics am Standort Mülligen stammt aus den Sechzigerjahren und entspricht nicht mehr den Erwartungen an eine moderne Tierhaltung. Deshalb ersetzt Swissgenetics – das national und international tätige Unternehmen in der Stier-Samenproduktion – die Stallungen durch einen Neubau und optimiert damit die gesamte Tierhaltungsinfrastruktur.

«Die Anforderungen an den Neubau sind vielfältig», hält das Unternehmen in einer Medienmitteilung fest. «Die Tierhaltungsbedingungen werden mit 102 Doppelboxen und 48 Einzelboxen spürbar verbessert.» Auch ein Auslauf für die Stiere werde vorhanden sein. «Die acht klimatisierten Einzelboxen sind noch das Sahnehäubchen obendrauf.» Die Tierhaltungskapazität wird gemäss Swissgenetics nur moderat erweitert, weil im Zuge der genomischen Selektion ein noch rascherer Wechsel der produzierenden Stiere erfolgen wird. Der Bau der neuen Stallgebäude erfolgt in drei Etappen von September 2017 bis Dezember 2020.

Swissgenetics investiert im Neubau nach eigenen Angaben auch bewusst in die betrieblichen Abläufe. «Diese sollen effizient, kostengünstig und in der bestmöglichen Balance Mechanisierung/ Handarbeit erfolgen. Die Haltung und Betreuung müssen im Einklang mit den vor- und nachgelagerten Systemen sein.» Auch die Umwelt war in der Planung ein zentrales Thema. Deshalb werden die Schrägdächer der Ställe mit einer Photovoltaik-Anlage bedeckt. Diese wird auf einer Fläche von rund 3900 Quadratmetern (2400 Module) rund 670 000 kWh Strom pro Jahr produzieren.

Das Unternehmen verteilt sich auf die Standorte Bütschwil, Mülligen, Langnau bei Reiden und Zollikofen. Per Ende Juni 2016 wurde ein Jahresumsatz von 58 Mio. Franken ausgewiesen.