Brugg

SVP-Einwohnerrat fordert: Stadtrat soll Fahrverbot an Habsburgerstrasse prüfen

Im Einwohnerrat gab es den einen oder anderen Vorstoss zum Thema, der Stadtrat beliess es jedoch bei der aktuellen Situation.

Im Einwohnerrat gab es den einen oder anderen Vorstoss zum Thema, der Stadtrat beliess es jedoch bei der aktuellen Situation.

Das Fahrverbot habe den Schleichverkehr im Bodenackerquartier gefördert, ist SVP-Einwohnerrat Stefan Baumann überzeugt. Er fordert eine Überprüfung des Regimes.

Vor ziemlich genau drei Jahren, am 1. Januar 2015, führte der Brugger Stadtrat für die Habsburgerstrasse und weitere Quartierstrassen ein neues Verkehrsregimes ein. So wurde für die Habsburgerstrasse ein Fahrverbot erlassen, weil diese Strasse vom Durchgangsverkehr stark benützt wurde.

Aus Gründen der Verkehrssicherheit und auf Vorschlag einer Arbeitsgruppe wurde das Verbot eingeführt. Das führte zu heftigen Reaktionen von Gewerbetreibenden und auch Anwohnern (die AZ berichtete). Im Einwohnerrat gab es den einen oder anderen Vorstoss zum Thema, der Stadtrat beliess es bei der aktuellen Situation.

Schulkinder sind gefährdet

Nun hat auch SVP-Einwohnerrat Stefan Baumann ein Postulat zur Änderung des Verkehrsregimes an der Habsburgerstrasse eingereicht. Die Begründung: «Die Habsburgerstrasse ist eine Zubringerstrasse, auf welcher sich problemlos zwei Personenwagen kreuzen können. Durch die Sperrung hat sich der Verkehr auf Schleichwegen durch andere teilweise schmalere Quartierstrassen verlagert.»

Besonders unerfreulich sei die Situation auf der Bodenackerstrasse, welche als Schulweg diene. «Weiter ist die Übersicht durch die wechselseitigen Parkplätze entlang der Strasse erheblich eingeschränkt», führt Baumann aus. Ein Kreuzen zweier Fahrzeuge sei erschwert und verleite die Autofahrer sogar, auf die Gehsteige auszuweichen. «Das gefährdet die Schulkinder in höchstem Masse.»

«Ökologischer Unsinn»

Zudem ist Baumann überzeugt, dass die aktuelle Situation das Bedürfnis der Quartierbevölkerung nicht trifft. «Das Fahrverbot bringt nicht vertretbare Nachteile mit sich, die offenbar zu wenig gewichtet wurden. Viele Bewohner des Westquartiers werden zu Umwegen gezwungen.» Jeder Umweg sei ein ökologischer und dadurch auch ökonomischer Unsinn und im heutigen Umfeld nicht mehr akzeptierbar.

«Insgesamt sind die Auswirkungen auf und rund um das Westquartier erheblich und für Schulkinder, Bewohner und das ansässige Gewerbe nicht mehr vertretbar», bilanziert Stefan Baumann, designierter Einwohnerratspräsident.

Er fordert, dass der Stadtrat nun prüft, ob das Fahrverbot für die Habsburgerstrasse aufgehoben werden kann.

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