Schinznach-Dorf

«Susanne Hochuli, was haben Sie in Bettwil falsch gemacht?»

Landammann Susanne Hochuli diskutiert mit den Gästen. Vera Frey

Landammann Susanne Hochuli diskutiert mit den Gästen. Vera Frey

Auf ihrer Stammtisch-Tour durch den Aargau hat Frau Landammann Susanne Hochuli Im Gasthof Bären in Schinznach-Dorf am Chlaustag Halt gemacht. Ihre Ausführungen waren hochaktuell und brisant.

Im Gasthof Bären in Schinznach-Dorf empfing Susanne Hochuli all diejenigen, die sie kennenlernen, ihr die Meinung sagen oder eine politische oder persönliche Frage stellen wollten. Insgesamt trafen etwa fünfzehn Personen ein. Allerdings fanden sich unter diesen vor allem Gemeindeammänner und -räte der umliegenden Gemeinden. Interessierte Einwohner ohne politische Funktion waren in der Minderheit. Die Gesprächsrunde entwickelte sich nur langsam. Nach Smalltalk und Geschichten aus ihrem Arbeitsalltag ermunterte Landammann Susanne Hochuli die Anwesenden: «Ihr könnt jetzt wirklich alle Themen auf den Tisch bringen, die euch interessieren». Es fiel – wie erwartet – das Wort Asylunterkünfte. Was folgte, war ein etwa halbstündiger Vortrag von Susanne Hochuli über ihre Erfahrungen bei Ausschaffungen und Besuchen von Asylunterkünften.

Hochaktuell und brisant

Die Ausführungen und die Sicht von Susanne Hochuli zu diesem Thema wurden von den Anwesenden mit grossem Interesse verfolgt. Eine wirkliche Diskussion entstand allerdings nicht – bis zur Frage eines Besuchers: «Was haben Sie in Bettwil falsch gemacht?» Das Thema ist auch ein Jahr nach dem grossen Knall in Bettwil hochaktuell und brisant und jeder hat dazu eine Meinung. Genau solche Themen sind es denn auch, die an einem Stammtisch diskutiert werden können. Als Antwort auf die Frage betonte Hochuli, dass sie grundsätzlich alles noch einmal genauso machen würde – ausser etwas: «Wir stellen jetzt an Versammlungen wie der in Bettwil der Gemeindebehörde professionelle Moderatoren zur Seite, damit die Situation zu jeder Zeit unter Kontrolle gebracht werden kann.»

Motivierte Frau Landammann

Grundsätzlich sei ihr Departement natürlich nicht das einfachste. Man müsse sich aber gerade in einer solchen Position den Themen – und seien sie noch so heikel – einfach stellen. Und auch auf die persönliche Frage zum Abschluss, ob ihr das Elend nicht manchmal aufs Gemüt schlage, antwortete Susanne Hochuli klar: «Nein.» Zu sehen, wie motiviert die Menschen seien, etwas zu ändern, gebe ihr immer wieder die Kraft, selbst anzupacken.

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