Brugg-Windisch

Superzentral: Die Campus-Wohnungen in Brugg-Windisch sind ein Renner

In den Niederlanden sind Studentenwohnhäuser in Modulbauweise hoch im Kurs. Der Verein Studentisches Wohnen Region Brugg-Windisch will solche bauen.

In den Niederlanden sind Studentenwohnhäuser in Modulbauweise hoch im Kurs. Der Verein Studentisches Wohnen Region Brugg-Windisch will solche bauen.

Im Campus wird nicht nur gelehrt und gelernt, sondern auch gewohnt. Dort befinden sich 48 Wohnungen. Sie sind nicht primär für Studierende gedacht. Diese suchen nämlich günstigen Wohnraum – der Verein Studentisches Wohnen bietet ihn an.

Am 19. Oktober dieses Jahres wird der Campus Brugg-Windisch mit einem grossen Fest eröffnet. Daran teilnehmen werden Neugierige, Studierende und Lehrende, aber auch Bewohner. In den Koloss werden nämlich Mieter einziehen, denn der Bau von Wohnraum im Campus gehörte zu den Auflagen des Kantons Aargau.

Die Nest-Sammelstiftung – eine ökologisch-ethische Pensionskasse, der 2572 Betriebe angeschlossen sind – hat im 5. Obergeschoss des Gebäudes 5 sämtliche 48 1½- bis 5½-Zimmer-Wohnungen sowie 4 Ateliers im Stockwerkeigentum gekauft und vermietet diese weiter. Innert kurzer Zeit sind bereits 65 Prozent der Wohnungen vergeben worden. «Die Nachfrage zeigt uns, dass wir das Bedürfnis der Menschen erkannt haben», sagt Susanne Weiss von der Firma Markstein AG, welcher die Erstvermietung obliegt.

«Superlage» ist ausschlaggebend

Wie erhofft, so Weiss, sei es gelungen Mieter «von 20 bis über 65 Jahre anzusprechen. Wir haben junge Menschen, die sich im Campus weiterbilden; wir haben aber auch ältere Mieter, die ihre Häuser und Autos verkaufen, weil sie ganz zentral wohnen wollen». Ausschlaggebend für den Umzug in den Campus – Bezugstermin ist der 1. Oktober – sei «die Superlage, der Ausbaustandard und die fantastische Anbindung an den öffentlichen Verkehr». Eine Rolle spielen dürfte aber auch die vergleichsweise günstige Preisgestaltung der 63 bis 129,5 Quadratmeter grossen Wohnungen für die 1300 bis 2800 Franken (inklusive Nebenkosten) berappt werden müssen.

Laut Nest-Sammelstiftung habe sie bewusst keine Studentenwohnungen gebaut, weil diese sehr günstig sein müssten und das sei an einem solchen Ort nicht infrage gekommen.

Nicht mehr als 500 Franken

Alt Regierungsrat Kurt Wernli, Präsident des Vereins Studentisches Wohnen Region Brugg-Windisch, weiss, was Studierende pro Monat aufbringen können: «500 Franken für ein möbliertes Zimmer inklusive Nebenkosten.» Der Verein bietet Studierenden Wohnraum in Einfamilienhäusern an; geplant sind aber auch Studentenwohnhäuser in Modulbauweise. Dieses Modell ist in den Niederlanden erfolgreich umgesetzt worden.

Laut Wernli kann sich der Verein eine Finanzierung des einige Millionen Franken kostenden Vorhabens mittels Sponsoren und Unternehmen vorstellen. Bevor indessen über das Finanzielle gesprochen werden kann, muss die Frage nach Land in Campus-Nähe geklärt sein: «Wollen wir dieses Land kaufen oder im Baurecht für mehrere Jahrzehnte erwerben?» stellt Wernli als Frage in den Raum. Mit den IBB Brugg und der Stadt Brugg sei man diesbezüglich im Gespräch. Ist alles geklärt, will der Verein Studentisches Wohnen die Modulsiedlung innerhalb eines Jahres realisieren und zwar mit anfänglich 16 Zimmern. Einer Erweiterung auf 60 Zimmer steht nichts im Wege.

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