Habsburg

Strom vom Dorf für das Dorf

Eine Photovoltaik-Anlage. (Symbolbild)

Eine Photovoltaik-Anlage. (Symbolbild)

Es soll mehr Strom aus Erneuerbaren Energie entstehen. Die Initianten der Urs Widmer und Roger Kohler gehen mit Präsentationen an die Öffentlichkeit.

An der Habsburger Gemeindeversammlung im Juni wurde der Kreditantrag über 95 000 Franken für den Einbau einer Photovoltaikanlage auf dem Schulhausdach abgelehnt. Gleichzeitig wurde der Gemeinderat damit beauftragt, mit der IBB Brugg Verhandlungen zu führen, um Bau und Betrieb der Photovoltaikanlagen an den Energieversorger zu delegieren.

Der Entscheid der Gemeindeversammlung passte einigen im Dorf nicht. Kürzlich wurde darum in Habsburg der Verein «Naturstrom Habsburg» gegründet, wie «Regional» berichtet. Am Gründungsdatum fand gleichzeitig der erste Infoanlass zum Verein statt, an dem 24 Personen aus dem Dorf teilgenommen haben. Die Initianten Urs Widmer und Roger Kohler sind erfolgreich.

Bereits 12 Privatpersonen haben ihre Absicht bekundet, in die geplante Photovoltaikanlage auf dem Schulhausdach aus der eigenen Tasche zu investieren. «Es geht darum, 20 Habsburgerinnen und Habsburger zu finden, die je 5000 Franken investieren», erklären die Initianten gegenüber «Regional».

100 000 Franken brauche es für die Anlage. Sie seien vom grossen Interesse im Dorf überrascht. Mit dem Kapital wird der Verein Naturstrom-Anlagen in Habsburg bauen. Der produzierte Strom soll an die IBB und an die Endverbraucher verkauft werden.

Wichtige Partner dabei

Neben bisher 12 Privatpersonen sind dem Verein auch die IBB Brugg sowie die Gemeinde Habsburg beigetreten. «Damit haben wir die beiden wichtigsten Partner an Bord, Netzbetreiber und Verbraucher», sagt der ehemalige Gemeindeammann Urs Widmer. Gemäss den Initianten soll der Verein nicht mehr als 20 Mitglieder haben.

Allerdings: «Wenn wir plötzlich überrollt werden, prüfen wir, ob wir nicht schon eine weitere Anlage planen sollen», sagen sie gegenüber der Regionalzeitung. Widmer und Kohler ist es auch wichtig, dass es ihnen nicht um die Rendite geht, «sondern um die Zukunft und um die nächste Generation».

Die erste Mitgliederversammlung findet übrigens Anfang September statt. Die Gemeinde Habsburg wird die Vereinsrechnung führen, die IBB wird den Verein mit ihrer Erfahrung unterstützen. (jam)

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