Brugg

Stretta Concerts: Ein legendärer Geiger auf Besuch

Dmitry Sitkovetsky (Bild) tritt mit Sebastian Bohren auf.

Dmitry Sitkovetsky (Bild) tritt mit Sebastian Bohren auf.

Sebastian Bohren eröffnet mit Dmitry Sitkovetsky die neue Saison in der Stadtkirche Brugg.

Die neue Saison von Stretta Concerts mit dem Umiker Geiger Sebastian Bohren startet am Sonntag mit einem besonderen Konzert in der Stadtkirche Brugg: Der legendäre Geiger Dmitry Sitkovetsky, der letzte Woche seinen 65. Geburtstag feierte, kommt für ein Konzert in die Stadtkirche.

In Russland geboren, floh der junge Geiger in den späten 1970er-Jahren aus der Sowjetunion nach Amerika, um beim berühmten Pädagogen Ivan Galamian zu studieren. Die Einflüsse der russischen und amerikanischen Violinschule in sich vereinend, gewann er verschiedene wichtige Violin-Wettbewerbe, die den Beginn einer beispiellosen internationalen Karriere markierten.

Als Solist arbeitete Sitkovetsky mit beinahe allen grossen Orchestern und Dirigenten der alten und neuen Welt zusammen. Auch als Arrangeur machte er sich einen Namen: Besonders populär ist seine Übertragung von Bach’s Goldberg-Variationen für Streichtrio.

Seine Diskografie für Warner Classics umfasst die grossen Violinkonzerte ebenso wie die Sonaten und Partiten von J. S. Bach.

In Brugg stellt sich Dmitry Sitkovetsky denn auch mit der berühmten Partita II in d-Moll BWV 1004, inklusive der berühmten Chaconne, dem Publikum vor. Dieses singuläre Werk gilt als einer der Höhepunkte der Violinliteratur insgesamt.

Im ersten Teil spannt er mit dem international erfolgreichen Umiker Geiger Sebastian Bohren zusammen: Duo’s von Jean-Marie Leclair, Alfred Schnittke und Sergei Prokofiev.

Bohren und Sitkovetsky kennen sich seit 2013, von einem gemeinsamen Projekt mit Bohren als Konzertmeister des Hochschulorchesters in Luzern und Sitkovetsky als Gastdirigent. Alfred Schnittke schrieb sein kleines Violin-Duo «Moz-Art» im Jahr 1975 für Gidon Kremer und Tatiana Grindenko.

Er verarbeitet darin auf humoristische Weise Skizzen von Mozart. Prokofiev schrieb seine viersätzige, anspruchsvolle Sonate für zwei Violinen in C-Dur während eines Ferienaufenthalts in St. Tropez, als Auftragswerk einer Pariser Kammermusikgesellschaft. (az)

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