Windisch

Strassensperre vor der «Bossartschüür»: Autofahrer verliert Nerven und fährt in Feuerwehrmann

Ein Autofahrer verliert die Nerven und fährt in einen Feuerwehrmann, weil ihn dieser nicht durch eine Strassensperre liess.

Ein Autofahrer verliert die Nerven und fährt in einen Feuerwehrmann, weil ihn dieser nicht durch eine Strassensperre liess.

Bei einem Feuer in Windisch errichtete die Feuerwehr eine Strassensperre. Ein Autofahrer rastete deswegen komplett aus und fuhr einen Feuerwehrmann um. Dieser wurde verletzt und ins Spital gebracht.​

Bei einem Feuerwehreinsatz im Windischer Dorfzentrum kam es zu einem unschönen Zwischenfall. Ein 68-jähriger Mann fuhr in einen Feuerwehrmann, weil ihn dieser nicht durch eine Strassensperre liess. Die Polizei nahm ihm den Führerausweis weg.

Am Montagabend musste die Feuerwehr Windisch-Habsburg-Hausen wegen eines angeblichen Grossbrandes in der «Bossartschüür» ausrücken. Es stellte sich heraus, dass es nur ein Kurzschluss mit starker Rauchentwicklung war, doch vom Einsatz wird den Feuerwehrleuten etwas anderes im Gedächtnis bleiben. Einer ihrer Kollegen wurde attackiert.

Um den Einsatzort freizuhalten, hatte die Feuerwehr eine Strassensperre errichtet. Ein 68-jähriger Autofahrer verlor daraufhin die Nerven und fuhr los: «Der Kollege konnte noch einigermassen vom Auto fortgehen, allerdings kam er mit dem Fuss unters Vorderrad und klemmte diesen dann zwischen Rad und Teerboden ein», erzählt Kommandant Stefan Hiltpold gegenüber TeleM1. In seiner gesamten 24-jährigen Feuerwehrkarriere hat er so etwas noch nicht erlebt. 

Den Brand hatten die Feuerwehrleute schnell im Griff, den Autofahrer nicht. Schliesslich musste Kommandant Hiltpold eingreifen. «Als wir sahen, dass der Feuerwehrmann eingeklemmt ist, haben wir die Autotür aufgetan, die Handbremse gezogen und den Gang rausgenommen. Dann haben wir den Automobilisten aus dem Auto genommen und ihn der Kantonspolizei übergeben.»

Laut der Aargauer Kantonspolizei musste der fehlbare Autofahrer den Führerausweis noch vor Ort abgeben. Mediensprecher Roland Pfister erläutert: «Einerseits laufen nun die Ermittlungen, was Strafbares vorgefallen ist. Das heisst, der Mann muss sich dann allenfalls für ein Verkehrsdelikt verantworten. Zudem gibt es ein Administrativerfahren wegen des Ausweisentzuges. Da wird geschaut, ob es weitere Konsequenzen gibt.»

Für den angefahrenen Feuerwehrmann ging der Vorfall glimpflich aus. Er kam mit dem Schrecken und kleinen Verletzungen davon. (gia)

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