Windisch

Strassenbeleuchtung sorgt für Diskussionen im Windischer Einwohnerrat

Sollen die Strassenlampen weiterhin brennen in der Nacht oder nicht?

Sollen die Strassenlampen weiterhin brennen in der Nacht oder nicht?

Einigkeit hat geherrscht im Windischer Einwohnerrat am Mittwochabend. Bis auf eine Ausnahme: Beim Thema «Reduktion der Strassenbeleuchtung» wurde es ganz knapp.

Für Gesprächsstoff gesorgt hat im Windischer Einwohnerrat am Mittwochabend die Motion von Martin Schibli und Ursula Fehlmann, beide EVP. Sie setzen sich ein für eine Reduktion der Strassenbeleuchtung. Für sie liegen die Vorteile auf der Hand: Sowohl der Energieverbrauch als auch die Energiekosten können gesenkt werden und die Lichtverschmutzung nimmt ab.

Gemeinderat Heinz Wipfli indes sprach sich dafür aus, auf eine Ausschaltung in der Nacht aus Sicherheitsgründen zu verzichten. Die Behörde, so Wipfli, halte an der aktuellen Strategie fest: Einsatz von neuer LED-Technologie sowie Sparschaltung.

Martin Schibli allerdings wollte nicht klein beigeben. Andernorts führe die Ausschaltung zu keinen Problemen. In einem Antrag verlangte er vom Gemeinderat ein Konzept zur minimalen Nachtabschaltung der Strassenbeleuchtung von 1 bis 5 Uhr.

Philipp Umbricht, FDP, hielt dagegen. Es stelle sich die Frage, ob sich die Einwohner sicher fühlen, wenn sie im Stockdunkeln unterwegs seien. Auch ihm selber wäre es etwas mulmig zumute. Die ihm bekannten Rückmeldungen aus Gemeinden, die eine Ausschaltung der Strassenbeleuchtung in der Nacht kennen, seien weitgehend negativ. Dieser Aussage pflichtete Marco Valetti, SVP, bei. Er verwies auf das Beispiel Hausen. Von vielen Betroffenen habe er gehört, dass sie nicht einverstanden seien mit dieser Massnahme.

Martin Schiblis Antrag obsiegte schliesslich hauchdünn und wurde mit 18 zu 17 Stimmen angenommen. Knapp abgelehnt mit 16 zu 18 Stimmen wurde dagegen der Antrag von Philipp Ammon, SVP, der forderte, es sei eine Volksabstimmung durchzuführen, um Klarheit zu erhalten. Ammon kündigte bereits an, gegen diesen Entscheid das Referendum zu ergreifen.

Präsident gibt Rücktritt bekannt

Mit grosser Mehrheit genehmigt haben die 35 anwesenden Einwohnerräte sämtliche Einbürgerungen und Kreditabrechnungen. Weiter bewilligt wurde der Kredit von 180 000 Franken für die Instandstellung Auslass Überlastleitung Reussprallhang sowie der Kredit von 150 000 Franken für die Sanierung der beiden Lifte im Schulhaus Chapf.

Als neues Mitglied des Wahlbüros gewählt worden ist Fionna Loeu. Neuer Einwohnerratspräsident 2016–17 wird Anton Burger, CVP, neuer Vizepräsident David Roth, SP. Als Stimmenzähler gewählt worden sind Martin Gautschi, FDP, und Bruno Schmid, SVP. Ihre Rücktritte aus dem Einwoherrat per Ende Jahr bekannt gegeben haben Ursula Fehlmann, EVP, sowie der noch amtierende Einwohnerratspräsident Mathias Richner, EVP.

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