Remigen
Strassen-Sanierung: Hier werden zukünftig «Schildkröten» überfahren

Mit dem Ausbau und der Erneuerung der Villigerstrasse entsteht in Remigen eine Eingangspforte mit Lampen im Boden. Diese Massnahme dient der Geschwindigkeitsreduzierung am Dorfeingang.

Michael Hunziker
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Die Villigerstrasse im Bereich der Kreuzung Hintertrottenstrasse/Zeughausstrasse: Vorgesehen ist eine Mittelzone mit einer zusätzlichen Insel. Der bestehende Fussgängerübergang wird angepasst.

Die Villigerstrasse im Bereich der Kreuzung Hintertrottenstrasse/Zeughausstrasse: Vorgesehen ist eine Mittelzone mit einer zusätzlichen Insel. Der bestehende Fussgängerübergang wird angepasst.

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Schlag auf Schlag werden in Remigen die Strassen auf Vordermann gebracht: Vor den Sommerferien ist zusammen mit der Bevölkerung die sanierte Rinikerstrasse eingeweiht worden. Gross war die Freude über das gelungene Werk und den lärmoptimierten Strassenbelag.

In einem nächsten Schritt folgen der Ausbau und die Erneuerung der Villigerstrasse. Bis 14. Oktober liegen auf der Gemeindeverwaltung die Pläne auf. Die Villigerstrasse weise Sanierungsbedarf aus, ist in den Unterlagen festgehalten. Gleichzeitig sollen diverse Gestaltungsmassnahmen umgesetzt werden.

Zur Erinnerung: Das Betriebs- und Gestaltungskonzept, das als Grundlage dient, haben die Gemeinde Remigen sowie der Kanton erarbeitet und der Bevölkerung im Oktober 2012 vorgestellt. Das Ziel: Die Strassen nicht nur sicherer, sondern auch freundlicher zu machen und das Ortsbild aufzuwerten.

Übersichtlich soll es sein

Die Verkehrsbelastung auf der Villigerstrasse – auf der Achse Gansingen–Villigen – beträgt durchschnittlich rund 5000 Fahrzeuge pro Tag, der Lastwagenanteil rund 3 Prozent.

Damit der Ortseingang in Zukunft besser wahrgenommen und die Geschwindigkeit reduziert werden kann, ist eine Eingangspforte mit einer Mittelinsel vorgesehen, die mit überfahrbaren Leuchten, sogenannten Schildkröten, versehen wird.

Bei der Kreuzung Hintertrottenstrasse/Zeughausstrasse ist in den Projekt-Unterlagen die Rede von unterschiedlichen Verkehrsbeziehungen: Durchgangsstrasse, Gemeindezubringer, Bushaltezonen und Fussgängerverbindungen. Erforderlich sei deshalb eine einfache, übersichtliche und aufeinander abgestimmte Gestaltung des Strassenraums.

Konkret: Eine Mittelzone zwischen dem Fussgängerübergang und einer zusätzlich angeordneten Insel soll Raum zum Abbiegen bieten und in Fahrtrichtung Dorf für eine «zusätzliche Sensibilisierung hinsichtlich der zu erzielenden Fahrgeschwindigkeit» sorgen.

Diese östlich der Kreuzung angeordnete Insel hat eine Länge von 7 Metern sowie eine Breite von 2 Metern. Der bestehende Fussgängerübergang wird an die neuen Strassenverhältnisse angepasst. Für die Beleuchtung sind zwei neue Kandelaber vorgesehen.

Bauzeit beträgt sieben Monate

Bei der Kreuzung Villigerstrasse/Rinikerstrasse schliesslich ist geplant, den Kurvenradius von heute rund 35 Metern auf neu 30 Meter herunterzusetzen. Der Hintergrund: Mit dieser Massnahme sollen einerseits die Fahrgeschwindigkeiten reduziert und andererseits die Sichtverhältnisse verbessert werden.

Damit die Fahrzeuge weiterhin problemlos kreuzen können, wird die Strasse 8 Meter breit. In den anderen Bereichen beträgt die projektierte Strassenbreite 6,2 Meter.

Für den Ausbau und die Erneuerung der Villigerstrasse wird mit Kosten von 1,34 Mio. Franken gerechnet. Die Bauzeit beträgt voraussichtlich rund sieben Monate. Während der Arbeiten wird der Verkehr mit einem Lichtsignal geregelt.

Der Startschuss soll so schnell wie möglich fallen, sagt Giuliano Sabato, Kreisingenieur beim kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt. Will heissen: Falls keine Einwendungen eingehen und der Landerwerb ohne Probleme abgewickelt werden könne, sei der Baubeginn im nächsten Sommer möglich.