Umiken

Stradivari-Geiger Sebastian Bohren krönt seinen Studienabschluss

Sebastian Bohren freut sich auf seinen Auftritt in Luzern.

Sebastian Bohren freut sich auf seinen Auftritt in Luzern.

Der Mittwoch, 2. Juli 2014 ist in Sebastian Bohrens Agenda bestimmt mit Leuchtfarbe markiert. An diesem Tag gibt der 26-jährige, in Umiken aufgewachsene Geiger, sein Solistenkonzert in Luzern.

Sebastian Bohren spielt passend zur «Hochschule Luzern – Musik», wo er studiert hat, im KKL – also dort, wo die Grossen der Klassikwelt sich die Klinke in die Hand geben.

Mit seinem Luzerner Auftritt krönt der sympathische Geiger, der eine Stradivari namens King George spielt, sein langjähriges Violinstudium. Seinem ebenso suchenden wie rasch entflammbaren Naturell entsprechend,hat sich der Musiker für diesen Anlass nicht einen Klassiker der Konzertliteratur– etwa von Beethoven oder Brahms – ausgesucht, sondern ein relativ selten gespieltes Werk: das zweite Violinkonzert des Polen Karol Szymanowski.

Die Inspiration dazu habe der Komponist «in der polnischen Folklore der Bewohner der Regionen um die Hohe Tatra gefunden», hiess es dazu unlängst in einer Radio-Sendung, die sich mit klassischer Musik beschäftigte.

Sebastian Bohren freut sich riesig, dass er das Publikum mit dieser Surprise beglücken kann. Hat er Angst vor dem Brocken? Respekt ja, Angst nein.

Bohren geht gut vorbereitet, unbelastet und gestärkt durch eine immer mehr Fahrt aufnehmende Karriere in das Solistenkonzert. Schon bald, am 27. Juli, wird er mit dem Stradivari Quartett, wo er seit kurzem zweiter Geiger ist, in der Kirche St. Marzellus Gersau gastieren – mit grosser Kammermusikliteratur von Mozart und Brahms.

Das Konzert mit Sebastian Bohren im KKL Luzern findet am 2. Juli, um
19.30 Uhr statt; es spielt das Luzerner Sinfonieorchester unter der Leitung von James Gaffigan.

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