Windisch

Stiftung Freiheit und Menschenrechte nominiert Ligia Vogt für Preis

Ligia Vogt hat die Organisation «Nosotras Aargau» ins Leben gerufen.

Ligia Vogt hat die Organisation «Nosotras Aargau» ins Leben gerufen.

Vor 24 Jahren wanderte die Windischer SP-Einwohnerrätin Ligia Vogt aus Venezuela in die Schweiz ein. Heute setzt sich ehrenamtlich für Opfer von häuslicher Gewalt und für Migrantinnen ein und erhält für ihre Arbeit jetzt einen Preis.

Sie war von Radio SRF nominiert als Heldin des Alltags, für den Titel gereicht hat es am Ende knapp nicht. Nun wird die Windischerin Ligia Vogt erneut als Preisträgerin vorgeschlagen. Die Stiftung Freiheit und Menschenrechte – Geschäftsführerin ist die Aargauer SP-Nationalrätin Yvonne Feri – sieht Ligia Vogt mit ihrer Organisation «Nosotras Aargau» als mögliche Gewinnerin.

Alle zwei Jahre verleiht die Stiftung Persönlichkeiten oder Organisationen einen Preis, die sich in besonderer Weise für die grundlegenden Freiheits- und Menschenrechte einsetzen und dafür ein grosses Engagement an den Tag legen. Ein Engagement, das der breiten Öffentlichkeit kaum bekannt ist. Dotiert ist der Preis mit 10 000 Franken.

Vor 24 Jahren aus Venezuela eingewandert

Nominiert ist Ligia Vogt mit «Nosotras Aargau», weil sie sich für Migrantenfamilien einsetzt, die sich in der Schweiz integrieren wollen. Ein Schwerpunkt der Arbeit bilden ausländische Frauen, die Gewalt erleben. Ligia Vogt setzt sich dort ein, wo andere gerne wegschauen. Sie hat zu tun mit Sans-Papiers, mit Sexarbeiterinnen, mit verprügelten Frauen und hilflosen Menschen. Ligia Vogt nannte das in einem früheren Gespräch mit der AZ «die Welt unter dem Teppich».

Die Beratungen für die Frauen sind kostenlos oder sehr kostengünstig. Viele Mitarbeitende von «Nosotras Aargau» arbeiten ehrenamtlich. Täglich verzeichnet die Organisation mit Workshops in Baden und Aarau durchschnittlich 20 Konsultationen.

Die 55-Jährige kam vor 24 Jahren aus Venezuela in die Schweiz. Mit ihrem Schweizer Mann gründete sie eine Familie. Bereits in Venezuela engagierte sich Ligia Vogt politisch. Hier in der Schweiz ist sie der SP beigetreten, mittlerweile ist sie im Windischer Einwohnerrat tätig.
Die Preisverleihung findet statt am 13. November um 18 Uhr im Rathaus Bern (Rathausplatz 2). Die Grussbotschaft überbringt der Berner Stadtpräsident Alec von Graffenried.

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