Brugg

Stiftung Faro sucht für das legendäre Café Fridolin noch einen Gastgeber

Die Stiftung Faro will mit dem Café Fridolin einen gemütlichen Treffpunkt schaffen.

Die Stiftung Faro will mit dem Café Fridolin einen gemütlichen Treffpunkt schaffen.

Die Stiftung Faro übernimmt das Café Fridolin in der Brugger Altstadt. Der Pachtvertrag ist unterschrieben. Die Stiftung sucht aber noch eine Gastgeberin oder einen Gastgeber.

Das Gerücht hat sich hartnäckig gehalten in Brugg in den letzten Tagen. Jetzt lässt die Stiftung Faro die Katze aus dem Sack: Sie wird das Café Fridolin übernehmen (die az berichtete). «Es soll ein gemütlicher Treffpunkt in der Altstadt werden, wo man sich zu einem Kaffee und hausgemachtem Kuchen trifft oder am Mittag ein einfaches, aber feines Essen geniessen kann – auch wenn man nur wenig Zeit hat», sagt Faro-Geschäftsführer Dani Hohler.

Grosser Wert gelegt werde, neben dem Gastronomieangebot von hoher Qualität mit selber hergestellten Produkten, auf eine persönliche und zuvorkommende Gästebetreuung. Das Café Fridolin wird übrigens auch am Sonntag geöffnet sein.

Rückblick: Die Türen des geschätzten Lokals an der Hauptstrasse waren seit November des letzten Jahres zu. Der damalige Pächter musste aus wirtschaftlichen Gründen schliessen. Ein herber Verlust, wie aus der Bevölkerung immer wieder zu vernehmen war. Die Eigentümerin der Räumlichkeiten, Elisabeth Senn, suchte nach einem neuen Pächter, der das Café Fridolin im ursprünglichen Sinn weiterführt.

Ihre Ideen passten zum Konzept der Stiftung Faro, die bereits die Cafeteria Platane auf dem Areal Königsfelden betreibt. Schon in einem ersten Gespräch habe sich herausgestellt, «dass wir sehr ähnliche Vorstellungen von einem zukünftigen Betriebskonzept haben», stellt Hohler fest.

Augenmerk auf Konzept und Team

Letzte Woche wurde der Pachtvertrag unterschrieben, die Wiedereröffnung ist im August dieses Jahres vorgesehen. Bis dahin wird ein Betriebskonzept erarbeitet und ein neues Team zusammengestellt. «Zuerst suchen wir eine Gastgeberin oder einen Gastgeber als Betriebsleiter», erklärt Hohler.

Gemeinsam werde dann das Betriebskonzept erarbeitet und anschliessend könnten die restlichen Teammitglieder rekrutiert werden. Nebenbei: Die Stelle der Leitung wird nächste Woche ausgeschrieben. «Es wäre natürlich schön, wenn wir für diese Funktion jemanden aus Brugg oder der Umgebung finden würden», sagt Hohler.

Wie in der Cafeteria Platane, werden Personen mit einer Beeinträchtigung mitarbeiten. «Wir erhoffen uns, dass die Stiftung Faro mit ihrer Tätigkeit im Café Fridolin einen positiven Beitrag zur Gastronomie in der Brugger Altstadt leisten und durch die Mitarbeit von Menschen mit Beeinträchtigungen ihre Integration in die Gesellschaft fördern kann», hält der Geschäftsführer fest.

«Den Menschen mit Beeinträchtigungen werden attraktive Arbeitsplätze geboten, die es ihnen ermöglichen, sich beruflich und persönlich weiterzuentwickeln, um eines Tages vielleicht wieder den Sprung in den Ersten Arbeitsmarkt zu schaffen.»

Bei den Beteiligten sei die Freude gross über die Möglichkeit, dieses Angebot aufzubauen. «Es besteht aber auch ein gesunder Respekt vor dieser Aufgabe», räumt Hohler ein. Denn das Café Fridolin, eine Institution, sei legendär gewesen für seine Wähen und seine Atmosphäre. Es handle sich also um grosse Fussstapfen. Trotzdem: «An diese erfolgreiche Zeit wollen wir anknüpfen.»

Beliebt auf Areal Königsfelden

Die Nähe zur Cafeteria Platane erlaube eine Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen, nennt der Faro-Geschäftsführer einen Vorteil. Bei der Angebotsplanung oder der Herstellung von Kuchen oder Patisserie könnten die beiden Betriebe zusammenspannen und auch bei Personalengpässen sei es möglich, sich gegenseitig zu unterstützen.

Übrigens: Dass sich die Cafeteria Platane seit über zwanzig Jahren erfolgreich auf dem Areal Königsfelden behaupten und einer grossen Beliebtheit erfreuen kann, führt Hohler in erster Linie auf die herzliche Bewirtung zurück. «Die langjährigen Mitarbeiterinnen sind stolz auf ihre ‹Hausfrauenküche› und die Gäste lieben sie dafür.»

Es herrsche eine sehr familiäre Atmosphäre, die geschätzt werde. In der neuen Umgebung in Brugg würde es nicht gelingen, dieses Konzept im Café Fridolin einfach so zu kopieren, ist sich Hohler bewusst. Aber: «Wir werden versuchen, mit denselben Grundwerten zu arbeiten.»

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