Hausen

Stiftung Domino richtet ganze Aufmerksamkeit auf den Neubau

Das Siegerprojekt für das «Neue Wohnheim Hausen» ist auserkoren.

Das Siegerprojekt für das «Neue Wohnheim Hausen» ist auserkoren.

Die Stiftung Domino will dieses Jahr den Architekturwettbewerb für ihr neues Wohnheim in Hausen lancieren. Verläuft alles nach Plan, könnte die Fertigstellung des 8,4 Mio. Franken teuren Vorhabens 2018 erfolgen.

Der Bedarf an Wohnplätzen für Menschen mit Behinderung ist vorhanden: Die Stiftung Domino richtet ihr Augenmerk deshalb auf ihr neues Wohnheim in Hausen. Peter Müller, Präsident des Stiftungsrats, sprach an der Jahresmedienkonferenz von einem zukunftsweisenden Projekt.

Peter Schmidlin, der Präsident der Baukommission, erinnerte daran, dass mit dem Bauplatz gleich beim bestehenden Wohnheim ein perfekter Standort gefunden wurde. Vorgesehen ist ein Neubau mit 25 Wohnplätzen sowie mit 14 zusätzlichen Beschäftigungsplätzen. Ebenfalls soll laut Schmidlin ein öffentlich zugängliches Sitzungszimmer entstehen, denn: «Die Öffnung unseres Hauses ist uns wichtig.»

Gegenwärtig warte die Stiftung darauf, dass der Kanton grünes Licht zum Raumprogramm und zum Kostenrahmen gebe. Ein nächster Schritt sei der Architekturwettbewerb, an dem auch junge Teams eine Chance erhalten, so Schmidlin. Ende Jahr soll das Siegerprojekt feststehen. Verläuft alles nach Plan, erfolgt 2016 der Baubeginn, die Fertigstellung in der zweiten Hälfte des Jahres 2018. Gerechnet wird mit Kosten von 8,4 Mio. Franken.

Mikado wird erneuert

Neben den arbeitsintensiven Tätigkeiten rund um den Neubau kümmert sich die Baukommission auch um weitere Vorhaben. Einerseits muss die bestehende Küche im heutigen Wohnheim vergrössert werden, weil die Kapazitätsgrenze erreicht ist. Überdies gilt es, das 30 Jahre alte Gebäude von Café und Shop Mikado in Windisch zu erneuern. Es brauche bauliche und betriebliche Massnahmen, stellte Peter Schmidlin fest. Die Gebäudehülle sei zwar in einem einwandfreien Zustand, aber: «Es sind einige Investitionen nötig.» Als Stichworte nannte er den Lift, die sanitären Einrichtungen, die Fenster sowie die Küche. Apropos: Weil auch die Küche im Wohnheim in Hausen umgebaut werde, müssten die einzelnen Schritte genau geplant werden – «damit wir nicht plötzlich ohne Kochherd dastehen».

Spenden sorgen für Freude

Gewinn zu machen sei nicht primär das Ziel der Stiftung Domino, sagte Jörg Hunn, Vizepräsident der Betriebskommission, an der Jahresmedienkonferenz. Vielmehr gelte es, optimale Verhältnisse zu schaffen für die Bewohner und Mitarbeiter. Trotzdem freute sich Hunn über das positive Rechnungsergebnis von 184 000 Franken (Vorjahr 139 000 Franken). Zurückzuführen sei dieses insbesondere auf die gute Auslastung der vorhandenen Plätze. Bemerkenswert ist laut Hunn die Budgetgenauigkeit. «Das zeugt von einer seriösen Budgetierung und einer effektiven Kostenkontrolle.»

Wesentlich zur Deckung des Aufwands von 10,89 Mio. Franken beigetragen hätten die Mitarbeiter: Die Erträge von Produktion und Dienstleistungen beliefen sich auf knapp 2 Mio. Franken. Weil laufend investiert werden müsse, sei die Stiftung auf Spenden angewiesen, fuhr Hunn fort. 2013 hätten 136 000 Franken entgegen genommen werden können. «Das ist höchst erfreulich und zeigt die Verbundenheit der Bevölkerung mit unserer Institution.»

Das Jahr 2013 sei nicht nur finanziell erfolgreich gewesen, ergänzte Geschäftsführer Rainer Hartmann. Er erwähnte den Betrieb und die Kundenzufriedenheit. Der Wechsel zum neuen Namen «Stiftung Domino» sei gelungen. «Wir haben noch immer grosse Freude an diesem Auftritt.» Für die Eigenprodukte wurde der Slogan «100 pro vom Domino» kreiert, die Salatsauce habe sich zum Verkaufsrenner entwickelt. Ein weiterer Höhepunkt war laut Hartmann die Einführung der neuen Aussenwohngruppe mit sechs betreuten Plätzen in Hausen. Die Bewohnerinnen und Bewohner sowie das Team hätten sich gut eingelebt. Aktuell beträgt das Angebot: Tagesstruktur 154 Plätze; Wohnen 51 Plätze. Im Bereich Produktion und Dienstleistung hätten die anvisierten Erträge erreicht werden können – «es ist im Grossen und Ganzen gut gelaufen». Aber: Die Auftragslage sei teilweise schwankend gewesen «Wir müssen mehr akquirieren», stellte der Geschäftsführer fest. «Insbesondere suchen wir Verpackungsarbeiten.»

2014 steht gemäss Hartmann ein wichtiger Wechsel an: Vorbereitet werde die Stabsübergabe von Gustav «Güsche» Briner, Bereichsleiter Arbeiten, an Nachfolger Markus Bopp.

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