Bezirksgericht Brugg
Stellvertretung gesucht: Susanne Humbel als ausserordentliche Präsidentin zur Wahl vorgeschlagen

Die ordentliche Präsidentin des Bezirksgerichtes Brugg ist schwanger und wird nächstes Jahr voraussichtlich während sieben Monaten ihren Posten nicht ausfüllen. Es braucht einen 100% Ersatz, befindet die Kommission für Justiz.

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Das Bezirksgericht Brugg braucht eine neue Präsidentin.

Das Bezirksgericht Brugg braucht eine neue Präsidentin.

Sandra Ardizzone

Am Bezirksgericht Brugg kommt es zur Wahl einer ausserordentlichen Stellvertretung der Gerichtspräsidentin. Der Hintergrund: Chantale Imobersteg, Gerichtspräsidentin am Bezirksgericht Brugg, erwartet im nächsten Jahr ein Kind. Für die Zeit ihrer Abwesenheit von sieben Monaten – voraussichtlich von März bis September – ist für die Aufrechterhaltung des ordentlichen Betriebs eine Stellvertretung zu bestimmen.

Die Justizleitung unterbreitet dem Grossen Rat den Antrag für die befristete Wahl und schlägt als ausserordentliche Stellvertretung Susanne Humbel aus Birmenstorf vor. Sie ist zurzeit als Gerichtsschrei­berin am Bezirksgericht Lenzburg tätig.

«Die Belastung des Gerichtspräsidenten und der Gerichtspräsidentinnen am Bezirksgericht Brugg ist hoch», hält die Kommission für Justiz fest. Eine interne Kompensation der 100-Prozent-Gerichtspräsidentenstelle sei ausgeschlossen. Anders ausgedrückt: «Der Ausfall von Gerichtspräsidentin Chantale Imobersteg kann nicht ohne externe Stellvertreterlösung aufgefangen werden. Für die Aufrechterhaltung der geordneten Geschäftserledigung ist der befristete Einsatz einer ausserordentlichen Stellvertretung zwingend erforderlich.» Diese ist durch den Grossen Rat zu wählen.

Susanne Humbel erfüllt alle Voraussetzungen

Die zur Wahl vorgeschlagene Susanne Humbel sei eine erfahrene Gerichtsschreiberin, heisst es weiter. «Sie erfüllt alle Wählbarkeitsvoraussetzungen und ist aufgrund ihrer bisherigen Tätigkeit für die Übernahme der ausserordentlichen Stellvertretung fachlich und persönlich geeignet», stellt die Kommission für Justiz fest.

Sie stimmt der befristeten Wahl einer ausserordentlichen Stellvertretung der Gerichtspräsidentin am Bezirksgericht Brugg für die Dauer von sieben Monaten für deren mutterschaftsbedingte Abwesenheit mit 11 Stimmen bei 3 Enthaltungen zu (14 Anwesende). Beginn und Ende der ausserordentlichen Stellvertretung werden bei Antritt des Mutterschaftsurlaubs durch die Justizleitung festgelegt.

Das Büro des Grossen Rats unterstützt den Wahlvorschlag der Kommission für Justiz und hat beschlossen, dem Grossen Rat stille Wahl zu beantragen. (az)