Umiken
Statt Süssem gibt es Eier an die Hauswand – nun folgt die Anzeige

Jugendliche bewarfen an Halloween ein Wohnhaus mit rohen Eiern. Die Hausbesitzer haben deswegen Strafanzeige eingereicht. Sollten sich die Täter dennoch melden und die Fassade eigenhändig reinigen, droht ihnen keine Strafe mehr.

Andreas Gregr
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Auch das Fenster hinter den Klappläden wurde verschmutzt.

Auch das Fenster hinter den Klappläden wurde verschmutzt.

ZVG

Die Jugendlichen bedienten sich nicht beim Süssen, für die Umiker Hausbesitzer gab es aber Saures: Die Fassade des Ehepaars Elke und Martin Hildebrandt wurde in der Halloween-Nacht mit Eiern beworfen. «Dabei hatten wir wie jedes Jahr ein Körbchen voll mit Süssigkeiten, aus dem sich die Kinder bedienen dürfen, wenn sie bei uns klingeln», erklärt Elke Hildebrandt. Doch so weit kam es nicht. Statt einem Läuten hörte das Ehepaar verdächtige Geräusche: «Mein Mann sah dann eine Gruppe Jugendliche wegrennen.» Was diese angestellt hatten, wussten sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Am Abend darauf folgte die Erkenntnis. «Die rohen Eier drangen durch die Klappläden sogar bis zu den Fenstern», schildert Elke Hildebrandt. Auch die Nachbarn haben Eierspuren an ihren Fassaden zu beklagen. «An Halloween Spass zu haben, ist ja völlig in Ordnung. Wenn aber deswegen Reinigungskosten anfallen, hört der Spass auf.» Das Paar hat gestern Strafanzeige eingereicht. Es bietet den Tätern dennoch an, die Anzeige zurückzuziehen, wenn sie die verschmierten Fassaden, Klappläden und Fenster gleich selbst reinigen.