Brugg
«Starke Verschmutzung und schlechter Zustand der Mülimatt-Halle»: Einwohnerrat Baur schlägt Alarm

Es bestehe keine Übergabe oder Kontrolle nach einer Benutzung von Mülimatt-Räumen, ärgert sich CVP-Einwohnerrat Jürg Baur. Nun hat er eine Motion eingereicht und fordert Abhilfe.

Michael Hunziker
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Sowohl die Aufsicht als auch die Parkierungsmöglichkeiten rund um das Sportausbildungszentrum Mülimatt sorgen für Gesprächsstoff.

Sowohl die Aufsicht als auch die Parkierungsmöglichkeiten rund um das Sportausbildungszentrum Mülimatt sorgen für Gesprächsstoff.

Michael Hunziker

Das Thema «Sportausbildungszentrum Mülimatt» beschäftigt den Brugger CVP-Einwohnerrat Jürg Baur. Er hat eine Motion eingereicht und fordert eine professionalisierte Aufsicht über die Nutzung und die Reinigung.

Baur weist darauf hin, dass die Anlage seit der Eröffnung im Herbst 2010 genutzt wird von der Fachhochschule Nordwestschweiz, vom Berufs- und Weiterbildungszentrum Brugg sowie von Vereinen und Dritten. «Viele Vereine beklagen sich seit einigen Jahren über die starke Verschmutzung und den schlechten Zustand der Sporthallen, Garderoben und sonstigen Räume», hält er fest. Oft komme es auch zu Komplikationen.

Ansprechperson vor Ort fehlt

Der CVP-Einwohnerrat erwähnt die fehlenden Informationen an die Vereinsverantwortlichen bei kurzfristigen Veränderungen, beispielsweise bei Grossanlässen. Es bestehe keine Übergabe oder Kontrolle nach einer Benutzung der Räume. «Dies führt dazu, dass immer wieder falsche Vereine in Verantwortung genommen werden und Unmut entsteht.»

Zudem, fährt Baur fort, stehe während des täglichen Betriebs keine Ansprechperson vor Ort zur Verfügung, das Einhalten von Mietbedingungen oder Benutzerreglementen werde nicht überprüft. Kurz: «Der vorliegende Sachverhalt ist untragbar und soll geändert werden», fasst Baur zusammen. Denn das Sportausbildungszentrum Mülimatt sei ein Leuchtturm der Region und soll optimal genutzt sowie fachgerecht gepflegt und unterhalten werden.

Gratisparkplätze gibt es nicht

Bereits im Oktober stellte Baur Fragen zu den Parkplätzen bei der Mülimatt-Halle. In einer kleinen Anfrage wollte er vom Stadtrat wissen, wer sein Auto direkt beim Sportausbildungszentrum abstellen darf. Ebenfalls erkundigte sich der CVP-Einwohnerrat danach, wer die Berechtigungen ausstellt, wer die Kontrollen durchführt und welche Regelungen bei Grossanlässen bestehen. Denn bei der Handhabung des Parksystems sei Klärungsbedarf vorhanden.

CVP-Einwohnerrat Jürg Baur: «Immer wieder werden falsche Vereine in Verantwortung genommen werden und Unmut entsteht.»

CVP-Einwohnerrat Jürg Baur: «Immer wieder werden falsche Vereine in Verantwortung genommen werden und Unmut entsteht.»

zvg

Jetzt liegen die Antworten des Stadtrats vor. Parkieren dürften nur diejenigen, die im Besitz einer Sichtkarte für das immatrikulierte Fahrzeug sind, stellt die Behörde fest. Dies könnten demzufolge Lehrpersonen, Vereinsmitglieder, Sportler, Mieter oder auch Mitarbeiter der mit der Hauswartung betrauten Firma sein.

Die Betriebskommission gebe diese Karten alljährlich neu frei, führt der Stadtrat weiter aus. Berücksichtigt würden Personen und Vereine, die dauerhaft im Sportausbildungszentrum Mülimatt arbeiten respektive trainieren. Aktuell seien es für dieses Jahr rund 40 namentlich registrierte Karten. «Bis heute wurde noch nie ein Antrag für eine Parkkarte abgelehnt», so die Behörde. Die Kosten belaufen sich seit diesem Sommer auf 150 Franken pro Jahr. Durchgeführt werden die Kontrollen durch die Regionalpolizei (Repol) Brugg zu unterschiedlichen Zeiten im Rahmen der Patrouillentätigkeit.

Bei Grossveranstaltungen involviert sind neben der Repol auch der Sporthallen-Koordinator, die Gemeinde Windisch sowie die Abteilung Planung und Bau in Brugg. Je nach Grösse und Art werde das Verkehrs- und Sicherheitskonzept besprochen. Müsse davon ausgegangen werden, dass eine Mehrheit der Besucher mit dem Auto oder dem Reisebus anreist, werde nach geeigneten Parkmöglichkeiten gesucht, schreibt der Stadtrat. «Müssen die Besucher auf mehrere Parkplätze verteilt werden, sind temporäre Strassensignalisationen nötig.» Für den reibungslosen Ablauf habe der Veranstalter einen zertifizierten Verkehrsdienst zu stellen.

Kein Anspruch auf Gratisparkplätze

Anspruch auf Gratisparkplätze besteht aus Sicht des Stadtrats grundsätzlich nicht. In zumutbarer Distanz seien bei der Tennishalle im Schachen gebührenfreie Parkplätze vorhanden. Zudem stehen gemäss Behörde an den Abenden sowie an den Sonn- und Feiertagen auch die nahegelegenen Abstellmöglichkeiten am Rosengarten und an der Rottweilerstrasse kostenlos zur Verfügung, an den Sonntagen ebenfalls die Parkplätze auf dem Kiesplatz eingangs der Gaswerkstrasse.