Brugg
Standortmarketing bei den Römern

Erstmals beteiligt sich Brugg Regio mit Partnern am grossen Römerfest im Juli in der deutschen Stadt Hüfingen. Am nationalen Wandertag im September sowie am slowUp 2013 werden dann Tausende Besucher in der Region Brugg erwartet.

Claudia Meier
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Der graue Torbogen in der Klosterscheune beim Legionärspfad in Vindonissa mit der Aufschrift «Vindonissapark» steht bereit für die Reise nach Deutschland. Kaum hat ihm Maler Jakob Kalt den letzten Pinselstrich verpasst, wird der römische Torbogen wieder in seine Einzelteile zerlegt werden, wie Gemeindeammann und Präsident von Brugg Regio, Hanspeter Scheiwiler, sagt. Das Aluminiumgestell, die Gewichtssockel und Spanplatten werden bald verpackt und verfrachtet.

Erstmals wird sich die Region Brugg am grossen Römerfest in der deutschen Stadt Hüfingen im Bundesland Baden-Württemberg präsentieren. Am Samstag, 21. Juli, und Sonntag, 22. Juli können Gross und Klein mit Römern, Kelten und Alemannen in die frühe Geschichte Hüfingens eintauchen. Die Region Brugg wird nicht nur mit dem imposanten Torbogen nach der Vorlage von Bühnenbildner Heinz Brehm um die Aufmerksamkeit der Besucher buhlen. «Selbstverständlich präsentieren wir uns in Römerkleidern», so Scheiwiler.

Standortmarketing im In- und Ausland

Zudem werden zwei Winzer aus Remigen und Villigen den Gästen die römische Weinkultur näherbringen. Delegationen vom Vindonissa Museum Brugg und vom Legionärspfad Windisch werden in Hüfingen Bastelworkshops anbieten. Das Service Center Brugg Regio wirkt als Drehscheibe und betreibt in Deutschland Werbung für die Region Brugg. Dieses zweitägige Gastspiel in Hüfingen ist Teil der neuen Vermarktungsstrategie von Brugg Regio.

Am 15. September werden für den Nationalen Wandertag - sofern das Wetter mitspielt - rund 3000 Wanderbegeisterte erwartet. Auf drei verschiedenen Routen mit Start und Ende neben der Mehrzweckhalle in Windisch kann die Region mit oder ohne Wanderführer erkundet werden. An rund 20 Marktständen werden lokale Produkte feilgeboten.

Weitere Premiere im 2013

«Dass wir nächstes Jahr erstmals einen slowUp in der Region Brugg durchführen können, freut mich ganz besonders», sagt Verena Rohrer, Leiterin Service Center Brugg Regio. «Zwar deckt die Strecke nicht die ganze Region, aber immerhin einen Grossteil, ab.» Die knapp 30 Kilometer lange Strecke für den Langsamverkehr wird vom Campus Brugg-Windisch über Remigen via Eigenamt wieder zurück zum Ausgangspunkt führen. «Die gesamte Streckensicherung stellt eine grosse Herausforderung dar», so Rohrer.

Für die Premiere dieser Grossveranstaltung werden 20 000 bis 30 000 Gäste erwartet. Der letzte Feriensonntag im Sommer soll ab 2013 ein fester Bestandteil im Veranstaltungskalender werden. Doch vorerst müssen noch die letzten beiden Posten im Hauptorganisationskomitee vergeben und die Vorschläge fürs Rahmenprogramm gesammelt werden.

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