Planungsverband

Standortförderung: Brugg Regio will künftig zuvorderst mitmischen

Barbara Horlacher (v. l.), Vizepräsidentin Brugg Regio, Stadtammann Brugg; Ursi Sydler, Standortmarketing Brugg Regio; Richard Plüss, Präsident Brugg Regio, Gemeindeammann Lupfig; Thilo Capodanno, Geschäftsstellenleiter Brugg Regio, sowie Barbara Dethomas, Regionalplanung und Finanzen. Bild: zvg

Barbara Horlacher (v. l.), Vizepräsidentin Brugg Regio, Stadtammann Brugg; Ursi Sydler, Standortmarketing Brugg Regio; Richard Plüss, Präsident Brugg Regio, Gemeindeammann Lupfig; Thilo Capodanno, Geschäftsstellenleiter Brugg Regio, sowie Barbara Dethomas, Regionalplanung und Finanzen. Bild: zvg

Der Vorstand des Planungsverbands Brugg Regio hat einem neuen Standortförderkonzept und einer Stellenerhöhung zugestimmt.

«Die Region Brugg ist eine starke Wirtschaftsregion mit hoher Lebensqualität.» So lautet das Zielbild des neu erarbeiteten Standortförderkonzepts, das der Vorstand des Regionalplanungsverbands Brugg Regio letzte Woche in Mülligen einstimmig verabschiedet hat. Gleichzeitig hiess der Vorstand mit dem Budget eine Aufstockung um 30 Stellenprozente gut für den Bereich Standortförderung und Standortmarketing . Will heissen: Das Dreier-Team von Brugg Regio deckt künftig 210 anstatt der bisherigen 180 Stellenprozente ab.

«Dank der grossen Unterstützung von Aargau Services ist es uns gelungen, das Standortförderkonzept von Brugg Regio wieder auf die Beine zu stellen», sagte Präsident Richard Plüss am Montagmorgen anlässlich eines Pressetermins im Technopark Aargau. Dies war nötig, weil es immer mehr kritische Fragen von Mitgliedergemeinden gab, die wissen wollten, was mit dem Geld für die Standortförderung passiert. Um den Druck zur Erarbeitung eines neuen Konzepts hochzuhalten, setzten die wirtschaftsstarken Mitgliedergemeinden Brugg/Windisch sowie jene im Birrfeld die Zahlung von Sonderbeiträgen vorübergehend aus. Ab 2020 werden nun die Sonderbeiträge in der Höhe von insgesamt 70 000 Franken wieder fliessen.

Brugg Regio engagiert sich in der Wirtschaft stärker

Neu wird Brugg Regio – als dialogorientierte Drehscheibe – Informationen der Region bündeln. Den Akteuren aus den Bereichen Wirtschaft und Freizeit wird ab Ende 2019 eine Plattform für gemeinsame Projekte ermöglicht. Im Bereich Wirtschaft wird Brugg Regio sein Engagement verstärken.

Projektleiter Michael Seiler von Aargau Services erklärte, dass die Regionalplanungsverbände über lokale Kenntnisse verfügten, die der Kanton nicht habe. Aus Sicht des Kantons sei es wichtig, dass die relevanten Leute zusammenkommen und sich vernetzen, um in den definierten Handlungsfeldern eine Wirkung zu erzielen. Um den Nutzen zu messen, soll es laut Brugg-Regio-Geschäftsstellenleiter Thilo Capodanno künftig ein Monitoring geben. Für Präsident Plüss ist das Standortförderkonzept kein Papiertiger, sondern eine Grundlage für einen Dauerprozess. «Wir müssen uns auf Vordermann bringen. Andere Regionen und die Kantone schlafen auch nicht», sagte Plüss. Die Region Brugg will künftig zuvorderst mitmachen. «Den Schwung aus den Workshops nehmen wir mit.»

Kurze Wege zwischen KMU und Forschung sind zentral

Entstanden ist das Konzept in drei halbtägigen Workshops mit 30 Vertretern aus Gemeinden, Wirtschaft, Bildung, Forschung, Freizeit, Regionalplanung, Wohnen, Mobilität/öV und mit der Unterstützung der kantonalen Standortförderung Aargau Services.

Brugg-Regio-Vizepräsidentin Barbara Horlacher zeigte die daraus entstandenen Handlungsfelder auf. Die erste Stossrichtung umfasst Arbeiten/Bilden/Forschen. Dazu gehören «kurze Wege» zwischen KMU und Forschung/Bildung; Massnahmen, um Studierende in der Region zu behalten. Zudem soll die Verfügbarkeit von Arealen sichergestellt werden. Im Bereich Freizeit geht es darum, bestehende Angebote bekannt zu machen sowie Synergien zu schaffen für zielgruppenorientierte Angebote. Dazu werden Projektgruppen einberufen.

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