Brugg

Stadtrat: «Spitex Region Brugg AG ist eine wirtschaftliche Lösung»

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Der Stadtrat Brugg hat die Kleine Anfrage von Patrick von Niederhäusern betreffend Spitex-Kosten beantwortet.

«Die Gemeinde Aarburg hat seit 2018 einen privaten Anbieter für die ambulante Pflege», schreibt SVP-Einwohnerrat Patrick von Niederhäusern in seiner Kleinen Anfrage. Die Kosten konnten seit der Einführung in Aarburg halbiert werden und die Kundenzufriedenheit sei gleichgeblieben. Deshalb wollte von Niederhäusern vom Brugger Stadtrat wissen, ob die Stadt auch schon eine alternative Lösung zur normalen Spitex geprüft habe und ob die Auslagerung gewisser Bereiche an private Spitexorganisationen finanziell von Vorteil wäre.

In seiner Antwort schreibt der Stadtrat, dass Überlegungen, wie sie die Gemeinde Aarburg gemacht habe, in Brugg und der Region schon viel früher stattgefunden haben. Bereits im Jahr 2010 hätten die Stadt Brugg und der damalige Spitexverband erkannt, dass mit den bisherigen Strukturen die stetig steigenden Anforderungen an die Spitex nicht mehr wirtschaftlich erbracht werden können.

Aktiengesellschaft vor acht Jahren gegründet

Gemeinsam mit den damaligen Spitexvereinen Windisch/Mülligen/Habsburg, Hausen und Eigenamt hat sich Brugg entschieden, im Jahr 2012 die Spitex Region Brugg AG zu gründen. Vier Jahre später sind die Gemeinden des Spitexvereins Schenkenberg und Umgebung sowie im vergangenen Jahr des Spitexvereins Bözberg-Rein dazugekommen. Die Stadt Brugg und die 18 weiteren beteiligten Gemeinden sind Eigentümer der Aktiengesellschaft der Spitex Region Brugg AG. «Damit verknüpft ist auch die Verpflichtung der Leistungsbeauftragung», hält der Stadtrat fest.

Die Spitex Region Brugg AG konzentriere sich auf die professionelle Pflege. «Im Gegensatz zu anderen Spitexorganisationen lagert sie die hauswirtschaftlichen Leistungen (HWL) bereits seit 2013 so weit als möglich an die Pro Senectute aus», schreibt die Exekutive. Der Anteil HWL-Leistungen bei der Spitex Region Brugg AG liege heute noch bei rund 3%.

Leistungen für andere Spitexorganisationen

Eine Leistungsvereinbarung besteht auch mit der Kinderspitex Nordwestschweiz und der Kinderspitex Joel Mühlemann. Denn: Die externen Partner haben sich auf ihre Leistungen spezialisiert und erbringen diese entsprechend kostengünstiger. Im Gegenzug erbringt die Spitex Region Brugg AG Palliative- und Psychiatrieleistungen für andere Spitexorganisationen – und zwar alle kostendeckend.

Während sich von 2013 bis 2019 die Leistungen der Spitex Region Brugg AG pro Einwohner mehr als verdoppelt haben, seien die Kosten pro Einwohner «nur» um 63% gestiegen. Der Stadtrat ist daher überzeugt, mit der Aktiengesellschaft eine wirtschaftliche Lösung zu haben.

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