Brugg
Stadtrat Reto Wettstein übernimmt neu das Ressort Planung und Bau

Der neu gewählte Stadtrat hat die Ressortverteilung für die Amtsperiode 2018–21 bekannt gegeben. Weil das Gremium noch nicht komplett ist, führt der bisherige FDP-Stadtrat Wettstein ab 2018 zwei Ressorts.

Claudia Meier
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Stadtrat Brugg

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Sandra Ardizzone

In der Stadt Brugg startet die Exekutive am 1. Januar 2018 mit einer Vakanz in die neue Amtsperiode. Für das fünfköpfige Gremium findet am 4. März eine Ersatzwahl statt, weil der gewählte Stadtrat und unterlegene Ammann-Kandidat Titus Meier (FDP) noch vor Amtsantritt demissioniert hat. Schafft im ersten Wahlgang kein Kandidat das absolute Mehr, steht am 10. Juni ein zweiter Wahlgang an.

Diese aussergewöhnliche Ausgangslage hat auch Auswirkungen auf die neue Ressortverteilung. Letzte Woche traf sich der Stadtrat zu einer Klausur und diskutierte diese ein erstes Mal. Diese Woche hat die konstituierende Sitzung inklusive Ressortverteilung stattgefunden.

Beim Sozialen gab es Kritik

FDP-Stadtrat Reto Wettstein wird neu das Ressort Planung und Bau übernehmen. Zudem wird er sich interimistisch um seine bisherigen Aufgaben Soziales, Gesundheit und Alter sowie das Präsidium beim Gemeindeverband Soziale Dienstleistungen Region Brugg (inklusive Kindes- und Erwachsenenschutzdienst) kümmern. Sobald der fünfte Sitz im Stadtrat besetzt ist, werde er mit dem frisch gewählten Mitglied zusammensitzen und besprechen, ob dieses das Ressort Soziales, Gesundheit und Alter übernehmen werde, sagt Wettstein auf Nachfrage der Aargauer Zeitung.

Der 38-Jährige ist Unternehmer im Bereich digitaler Marketingdienstleistungen und rechnet mit einem 40- bis 50-Prozent-Pensum für beide Ressorts. Dass er nun nach vier Jahren das Ressort Soziales abgeben wolle, sei nicht etwa als Flucht zu verstehen, stellt Wettstein klar. Auch wenn die Arbeit des Gemeindeverbands in den letzten Monaten von mehreren Gemeinden kritisiert worden sei, so bringe er sich dort gerne ein.

Gestaltungsmöglichkeit reizt ihn

Am Ressort Planung und Bau reizt Wettstein, dass es um teilweise grosse Projekte geht, bei denen viel Geld im Spiel ist und man gestaltend mitwirken kann. Im Ressort Soziales habe die Begleitung im Vordergrund gestanden. «Der gesetzliche Auftrag gibt fast alles vor», sagt Wettstein. Das Bauressort wurde frei, weil Vizeammann Andrea Metzler (SP) die Wiederwahl nicht schaffte. Mit Wettstein kommt das Ressort nach vielen Jahren in bürgerliche Hände.

Keine Änderungen gibt es bei den anderen Stadtratsmitgliedern. Die neue Frau Stadtammann Barbara Horlacher (Grüne) ist wie ihr Vorgänger zuständig für die allgemeine Verwaltung (inklusive Werkdienst), Ortsbürgergemeinde, Sicherheit (inklusive Feuerwehr), Wirtschaft und Standortförderung sowie Information/Kommunikation. Leo Geissmann (CVP) kümmert sich um Finanzen und Kultur, Willi Däpp (SP) um Bildung, Jugend und Familie sowie Sport und Vereine.

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