Brugg
Stadtrat Reto Wettstein lanciert sich als Servicepolitiker

Der FDPler aus Brugg fordert in der Coronakrise auch einen Neustart in der Politik.

Claudia Meier
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Stadtrat Reto Wettstein aus Brugg.

Stadtrat Reto Wettstein aus Brugg.

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Aktuell ist Stadtrat Reto Wettstein damit beschäftigt, für die Stadt eine neue Weihnachtsbeleuchtung zu organisieren. Diese Woche trat der 41-jährige Unternehmer im Bereich digitaler Marketingdienstleistungen in einem Inserat in der Lokalzeitung «Regional» erstmals als Servicepolitiker in Erscheinung. Passend zu den Lockdown-Lockerungen wünscht er mit zwei hochgehaltenen Daumen einen erfolgreichen Neustart. Dabei präsentiert sich der FDP-Politiker mit blauem Schutzhelm und blau-schwarzer Jacke. Der zweifache Familienvater will auch in der Politik einen Neustart. Es brauche neue Ansätze, um die Probleme zu lösen, schreibt er auf der dazugehörenden minimalistischen Website.

Auf Nachfrage sagt Wettstein, dass es sich bei der von ihm lancierten IG Service Politik um einen Verein handle, der den Zweck verfolge, das Interesse an der Politik zu fördern. Und ja, es sei sein Auftakt zu den Grossratswahlen im Herbst. Dieses moderierende Gefäss soll aber – über die Grossratswahlen hinaus – mit Inhalt gefüllt werden. Er denkt etwa an virtuelle Debatten zu regionalen Themen. Ansprechen will er auch Leute, die nichts mit Parteien zu tun haben wollen, sich aber für gute Problemlösungen interessieren. «Ich will für alle Leute erreichbar sein und meine Ansichten gelöst von Partei oder Funktionszwängen als Reto Wettstein äussern können», sagt er.