Brugg
Stadtrat plant Kauf von drei Waldparzellen auf dem Bruggerberg

Drei Waldparzellen auf dem Bruggerberg will die Armasuisse veräussern. Heute Dienstag entscheidet die Ortsbürgergemeindeversammlung in Brugg über den Kauf für 12 000 Franken. Für den Stadtrat sprechen gute Gründe für den Kauf.

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Höhlen am Bruggerberg

Höhlen am Bruggerberg

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Die Armasuisse – die für die Immobilien der Armee verantwortlich zeichnet – ist seit vielen Jahren im Besitz der Waldparzellen mitten in den Waldungen der Ortsbürgergemeinde Brugg. Gemäss Stadtrat handelt es sich um alte Artillerie-Geschützstellungen, die im 2. Weltkrieg erbaut wurden.

Allerdings wurden die Stellungen im Laufe der Zeit nicht mehr benötigt. «Dank der guten Zusammenarbeit mit der Armasuisse stellten die Parzellen bei der Bewirtschaftung des Waldes bis anhin nie ein Hindernis dar», hält der Stadtrat fest. «Die Waldparzellen wurden immer gemeinsam mit den umliegenden Beständen bewirtschaftet und anfallende Kosten oder Gewinne geteilt.»

Pro Natura auch an Waldparzelle interessiert

Nun sei, fährt die Behörde fort, Pro Natura auf den Verkauf der Parzellen aufmerksam geworden. Die Naturschutzorganisation möchte eine Parzelle erwerben, vor allem um die Vernetzung ihrer geplanten Schutzgebiete zu fördern. Aus Sicht des Stadtrats ist es jedoch sinnvoll, dass diese Waldparzellen von 1,48 Hektaren in den umliegenden, grossen Waldkomplex von 288 Hektaren integriert werden.

Kauf im Interesse der Ortsbürgergemeinde

Als konkrete Gründe, die für den Kauf der drei Parzellen sprechen, nennt der Stadtrat das Interesse der Ortsbürgergemeinde, möglichst zusammenhängende Waldkomplexe bewirtschaften zu können. «Nur so kann gewährleistet werden, dass Holz als nachwachsender Rohstoff weiterhin nachhaltig produziert und die Holzernte rationell und kostengünstig ausgeführt werden kann. Zudem können durch eine durchdachte und langfristig ausgerichtete Feinerschliessung die Mechanisierung der Holzernte weiter gefördert und dadurch Böden und Waldbestände geschützt werden.»

Weiter zur Diskussion stehen an der Ortsbürgergemeindeversammlung die Rechnung 2015 sowie eine Einbürgerung. (mhu)