Der Brugger Stadtrat hat beschlossen, auf den vorzeitigen Rückbau des Kupperhauses an der Schulthess-Allee vorläufig zu verzichten. Das gibt er gestern in einer Medienmitteilung bekannt.

Einerseits habe sich bei der detaillierten Ausarbeitung des Kostenvoranschlags gezeigt, dass der dafür im Budget 2018 eingestellte Betrag von 50 000 Franken für den Rückbau nicht ausreichen würde. Andererseits hätten gute Erfahrungen mit kulturellen und sozialen Zwischennutzungen gemacht werden können.

Petition war erfolgreich

«Einwendungen und Stellungnahmen gegen das publizierte Rückbaugesuch sprechen ebenfalls für eine Sistierung, bis ein konkretes Terminprogramm für den Neubau der Zentralen Verwaltung vorliegt», hält der Stadtrat fest. «Dieses Terminprogramm ist abhängig von der Weiterbearbeitung des Gestaltungsplans Alte Post und der Teiländerung des Gestaltungsplans Annerstrasse.»

Hintergrund: Gegen die Abbruchpläne wehrte sich eine Initiativgruppe. Ihre «Petition für eine massvolle bauliche Entwicklung der Brugger Innenstadt» ist auf breite Unterstützung gestossen. Ende Juni konnten der Stadt insgesamt 1541 Unterschriften überreicht werden (die AZ berichtete).

Das Kupperhaus soll in der Zwischenzeit für kulturelle Anlässe und Nutzungen mit öffentlichem Charakter zur Verfügung gestellt werden. Bis heute wurden bereits befristete Bewilligungen für den Betrieb einer Modelleisenbahnanlage sowie für drei Kunstausstellungen erteilt.