Die Instrumentalisten unter der Leitung ihres sowohl national als auch international renommierten Dirigenten, Roman Brogli, begeisterten das zahlreich in der Stadtkirche anwesende Publikum mit der Darbietung anspruchsvoller Werke bekannter Komponisten.

Mit der Verpflichtung ihres seit zwei Jahren amtierenden Dirigenten ist der Stadtmusik ein wahrer Glücksgriff gelungen. Der stete qualitative Aufwärtstrend zeigte sich deutlich im Rahmen des Jahreskonzertes 2015. Die mangels eigenem Nachwuch durch Gastmusiker aus der Region auf drei Dutzend Instrumentalisten verdoppelte Formation meisterte die anspruchsvollen Werke mit Bravour und erhielt dafür lang anhaltenden Beifall.

Der Auftakt erfolgte mit dem Militärmarsch «Pomp and Circumstance Nr. IV» aus der populären fünfteiligen Reihe Opus 39 von Edward Elgar, die er zwischen 1901 und 1930 komponiert hatte. Nach diesem Einstieg wäre eigentlich Nikolai Rimsky-Korsakows virtuoser «Hummelflug» mit Dirigent Roman Brogli als Posaunensolist vorgesehen gewesen. Dazu Vereinspräsident und Ansager Walter Telser: «Leider sind die im Herbst bestellten Noten und damit auch die Hummeln bis heute nicht bei uns eingetroffen, deshalb hören Sie als Ersatz den Csardas in c-Moll von Vittorio Monti.»

Sowohl in dieser Darbietung als auch im nachfolgend programmgemäss vorgetragenen «I wish you love» auf der Basis von Charles Trenets und Léo Chauliacs Chanson «Que reste-t-il de nos Amours?» aus dem Jahre 1942 begeisterte Roman Brogli mit seinem virtuosen Posaunenspiel. Aus dem reichen Oeuvre des Schweizer Komponisten Franco Cesarini erklang zum Abschluss des ersten Teils die vier Szenen umfassende, originelle «Huckleberry Finn Suite» op. 33 nach der bekannten Geschichte von Mark Twain.

Nach der Pause gab Walter Telser zu Jacob de Haans «La Storia» folgenden Kommentar ab: «In diesem Stück lässt Ihnen der Komponist in Sachen Kreativität alles offen. Denken Sie sich also Ihre eigene Geschichte aus, kämpfen Sie in Ihrer Fantasie mit einem Drachen, gönnen Sie sich Erholung oder retten Sie im letzten Moment die Welt.» Die abwechslungsreiche Interpretation leitete über zum Rock-Klassiker und Evergreen «Music» von John Miles, dessen Ballade erstmals 1976 auf dem Album «Rebel» erschienen war. Die ersten Zeilen des ursprünglichen Songtextes lauten «Music was my first love, and it will be my last.» Nach dem Ausklang des zweiten Konzertteils mit den auf lebhaften Volksliedern basierenden «Armenian Dances Part I» von Alfred Reed bedankten sich die Instrumentalisten und mit der Zugabe des melodiösen Sousa-Marsches «The thunderer.»

Musiker hautnah erlebt

Präsident Walter Telser zeigte sich über den Verlauf des Konzertes und von der Unterstützung durch die Zuzüger hocherfreut. «Sie kommen alle gern zu uns, nicht zuletzt dank unserem weitherum bekannten, professionell aber doch stets menschlich wirkenden Musikdirektor.» Zum Abschluss benützten etliche Konzertbesucher die Gelegenheit zum geselligen Beisammensein mit den Stadtmusikanten bei Speis und Trank und regem Gedankenaustausch im Foyer des Gewerbeschulhauses.