Neue und interessante Bücher, Leseförderung sowie Veranstaltungen: Das Interesse an der Stadtbibliothek Brugg ist gross. Der Platz im Zimmermannhaus sowie die für die Weiterentwicklung zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel sind knapp. Dass die Stadtbibliothek an einen zentraleren und grösseren Standort gehört, ist mittlerweile vielen klar.

Als mögliche Standorte werden der Effingerhof oder das Areal hinter der «Alten Post» diskutiert. Den grossen Herausforderungen zum Trotz hielt Präsidentin Käthi Süess vom Verein Stadtbibliothek Brugg an der Generalversammlung Ende März fest: «Wir glauben an die Zukunft und machen motiviert weiter.»

Als Grundlage wird derzeit ein schriftliches Konzept für eine moderne Stadtbibliothek mit einer Fläche von über 400 Quadratmetern erarbeitet. Im April wurde eine Vereinsdelegation vom gesamten Brugger Stadtrat empfangen. Mit dabei war auch Frau Stadtschreiber Yvonne Brescianini. Bibliotheksleiterin Cécile Bernasconi zeigt sich nach dem Gespräch zufrieden: «Es verlief besser als das Gespräch im letzten Jahr. Wir konnten dem Stadtrat die Hälfte unseres Konzepts abgeben und die Umfeldanalyse erläutern.» Das helfe, die wichtigsten Themen wie etwa den grossen Sprachförderbedarf bei Kindern im Vorschulbereich auf den Tisch zu bringen.

Stadtrat will mehr Informationen

Um den Betrieb bis zum Umzug an einen neuen Ort sicherzustellen und die Bibliothek weiter zu entwickeln, ist der Verein auf 50 000 Franken mehr Unterstützung pro Jahr von der Stadt Brugg angewiesen. Heute wird die Bibliothek mit 130 000 Franken pro Jahr unterstützt, künftig sollen es 180 000 Franken sein. «Der Stadtrat zeigte sich interessiert und verlangte zusätzliche Informationen für den nächsten Budgetprozess und die bevorstehende Erarbeitung der neuen Legislaturziele», so Bernasconi. So gesehen, war der Zeitpunkt für das Treffen ideal.

«So weit wie jetzt waren wir noch nie», stellt die Leiterin mit Freude fest. «Wir haben aber nicht mehr viel Zeit. Am alten Ort stossen wir mit jedem neuen Gedanken an Grenzen. So können wir mittel- oder langfristig nicht überleben.» An der letzten GV wurde Kritik laut, weil das Buchangebot einer Bildungsstadt nicht würdig sei.