Brugg

Stadt steckt Geld in abbruchreifes Kupperhaus: Es bekommt eine neue Türe und eine Heizung

Das Kupperhaus steht an der Schulthess-Allee. Bild: mhu (17. Juli 2018)

Das Kupperhaus steht an der Schulthess-Allee. Bild: mhu (17. Juli 2018)

Eigentlich wäre hier eine Brache, ursprünglich hätte das Kupperhaus im Jahr 2018 abgebrochen werden sollen. Nun bekommt das Gebäude unter anderem eine neue Türe. Die baulichen Veränderungen haben mit einer bevorstehenden Ausstellung zu tun.

Während Jahren war hier das Brugger Steueramt beheimatet und künftig soll das Areal am Rand der Brugger Altstadt mit einer neuen Überbauung für die zentralisierte Verwaltung, die Stadtbibliothek und attraktive Wohnungen weiterentwickelt werden: Die Rede ist vom Kupperhaus hinter der «Alten Post» an der Schulthess-Allee 4.

Ursprünglich hätte diese Liegenschaft im ersten oder zweiten Quartal 2018 abgebrochen werden sollen. Doch dann stellte sich heraus, dass der im Budget eingestellte Betrag für den Abbruch in der Höhe von 50000 Franken mit grosser Wahrscheinlichkeit höher ausfallen dürfte. Der Stadtrat entschied sich dann, das Vorhaben für das Jahr 2019 neu zu budgetieren.

Seither ist viel Wasser die Aare runtergeflossen. Gegen das Projekt «Alte Post» gibt es heftigen Widerstand. Da man eine mehrjährige Baulücke in der Innenstadt vermeiden wollte, entschied man sich, das Kupperhaus vorläufig stehen zu lassen. Die Räumlichkeiten wurden seit dem Auszug des Steueramts etwa für Kunstausstellungen und während des letztjährigen Stadtfests als Kommandozen­trale für die Regionalpolizei Brugg und das Organisationskomitee zwischengenutzt.

Die Türe wird gesponsert – andere Kosten trägt die Stadt

Noch bis zum 3. August liegt nun bei der Abteilung Planung und Bau ein Gesuch auf, wonach beim ehemaligen Haupteingang der Einbau und das Fenster zurückgebaut und eine neue Holz-/Glastüre eingebaut werden sollen. Wie der zuständige Stadtrat Reto Wettstein sagt, hat diese bauliche Veränderung mit der bevorstehenden Ausstellung «Kupper, Salz und Zimmermann – Hausaus, Hausein» zu tun. Die Türe wird gesponsert.

Die Stadt Brugg trägt allerdings die Kosten in der Höhe von 18000 Franken für den dringenden Einbau einer Occasion-Gasheizung und für die Renovation der sanitären Anlagen. «Es geht darum, mit kleinstem Aufwand das Kupperhaus für einige Jahre nutzbar zu machen», sagt Gregor Moser, Bereichsleiter Liegenschaften. 

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