Brugg

Stadt macht sich für Demenz-Prävention stark

Mit Bewegung und Klaviermusik bleiben die Seniorinnen fit.

Mit Bewegung und Klaviermusik bleiben die Seniorinnen fit.

Stadtrat Reto Wettstein sagt, wie er auf neues Rhythmik-Angebot für Senioren gestossen ist und was er sich davon verspricht. Erstmals im Aargau wird dieses Kursangebot in Brugg angeboten. Ziel ist es, mit Musik und Bewegung fit zu bleiben.

Wer sich vor einigen Tagen auf der Website der Stadt Brugg über Aktuelles informieren wollte, staunte nicht schlecht: Neben den Stellenausschreibungen der städtischen Verwaltung war noch ein Flyer für ein neues Gruppenkurs-Angebot «Rhythmik 60 plus» aufgeschaltet. Wie ist es dazu gekommen? Der jüngste Stadtrat Reto Wettstein, zuständig für Soziales, Gesundheit und Alter, erklärt: «Ich habe während eines Referats von Geriatrie-Professor Reto W. Kressig von der Universität Basel erstmals von der Seniorenrhythmik gehört und erfahren, wie wichtig Musik und Tanz für die geistige und körperliche Fitness sind.»

Kressig erforsche die Demenz-Früherkennung und habe nachweisen können, dass die abnehmende Schrittlänge ein Warnsignal im Hinblick auf eine Demenzerkrankung sei, so Wettstein weiter. Es sei daher wichtig, kombinierte Tätigkeiten wie Laufen und Rechnen regelmässig zu trainieren, damit man auch im Alter fit bleibe. Eigentlich etwas Simples.

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Anstoss, aber keine Subvention

Das Kursangebot vom Verein Erwachsenen- und Seniorenrhythmik nach Dalcroze wird laut Wettstein in Brugg zum ersten Mal im Kanton Aargau angeboten. Gemäss ersten Erfahrungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen könne mit der Jaques-Dalcroze-Rhythmik die Sturzgefahr bei Menschen über 60 halbiert werden, schreibt der Verein auf seiner Website.

Wettstein ist von diesem Konzept überzeugt. Nach Rücksprache mit der Pro Senectute und dem Brugger Seniorenrat konnte er seine Stadtratskollegen überzeugen, eine Anschubfinanzierung zu leisten. Mit anderen Worten: Die Stadt Brugg finanziert die Raummiete, die Werbung, den Apéro am Informationsanlass und das Fachreferat zur Wirksamkeit der Seniorenrhythmik. Eingeladen sind alle Interessierten aus der Region. Der eigentliche Kurs, der in einer ersten Phase über neun Lektionen zwischen dem 1. Mai und dem 3. Juli im reformierten Kirchgemeindesaal in Brugg stattfinden wird, ist kostenpflichtig. Vorkenntnisse braucht es nicht.

«Eine Subvention durch die Stadt Brugg wäre längerfristig falsch», betont Stadtrat Wettstein. Er sei selber gespannt, wie dieses Angebot bei den Senioren ankommen werde. Von Basel weiss er, dass die Kurse von rund 400 Senioren pro Woche besucht werden und sehr beliebt sind.

Infoanlass und Demo-Rhythmik Freitag, 24. April, von 15 bis 16.30 Uhr im reformierten Kirchgemeindesaal in Brugg; kostenlos.

Hier finden Sie mehr Informationen zur Seniorenrhythmik.

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