Brugg
Stadt legt dank Finanzerträgen Polster an

Trotz leicht tieferen Steuereinnahmen als im Vorjahr ist das Nettovermögen der Stadt von 60 auf 66 Mio. Franken angestiegen. Die Gründe kennt Finanzminister Leo Geissmann.

Claudia Meier
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Fakturierter Steuerertrag 2010-2014.
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Stadt Brugg: Kennzahlen 2014 und 2013.
Brugg Rechnung 2014

Fakturierter Steuerertrag 2010-2014.

NCH/BAR

Die Erfolgsrechnung 2014 der Einwohnergemeinde Brugg schliesst mit einem negativen Ergebnis von 1,6 Mio. Franken aus der betrieblichen Tätigkeit ab. Budgetiert hatte die Stadt sogar ein Minus von 5,2 Mio. Franken. Ebenfalls deutlich besser als budgetiert (4,4 Mio. Franken) war das Ergebnis aus der Finanzierung in der Höhe von 8 Mio. Franken. Mit anderen Worten: Dank höheren Zinsen, Liegenschafts- und Beteiligungserträgen schliesst die Rechnung unter dem Strich klar besser ab als prognostiziert. Finanzminister Leo Geissmann zeigt sich am Dienstag denn auch zufrieden, als er zusammen mit Finanzverwalter Stefan Huber den Rechnungsabschluss 2014 der Stadt Brugg erläutert.

Weniger Aktiensteuern als 2013

«Möglich wurde dieses sehr gute Ergebnis nur dank der kostenbewussten Aufgabenerfüllung quer durch alle Abteilungen und den überraschend hohen Finanzerträgen», sagt Geissmann. Ohne Vermögen und ohne die anhaltend positive Aktienmarktentwicklung sähe die Rechnung anders aus. Gemäss Finanzverwalter Stefan Huber entspricht das Vermögensergebnis im Jahr 2014 zirka 25 Steuerprozenten.

Mit der Steuerfusserhöhung ab 2013 von 95 auf 100 Prozent stiegen die Einnahmen deutlich und knackten vor einem Jahr sogar die 33-Mio.-Grenze. Dieser Trend setzt sich aber trotz Bevölkerungswachstum nicht fort: Insgesamt beziffern sich die Steuereinnahmen auf 32,7 Mio. Franken. Trotzdem werden damit die budgetierten Werte um 923 000 Franken übertroffen, was massgeblich an den ausserordentlich hohen Nachträgen aus früheren Steuerjahren liege, betont Leo Geissmann. Geringere Erträge resultieren bei den Sondersteuern aus Erbschaft, Schenkung oder Grundstückgewinn sowie aus deutlich weniger Einnahmen bei den Aktiensteuern der juristischen Personen. Die Steuerkraft pro Brugger Einwohner liegt 2014 bei 2885 Franken.

Unterdurchschnittlich investiert

Bei der Investitionsrechnung schlägt 2014 – wie bereits im Vorjahr – der neue Busterminal Campus zu Buche. Ein Teil der Kosten wird von Bund und Dritten zurückerstattet. Die Schlussabrechnung liegt noch nicht vor. Unter dem Strich belaufen sich die Nettoinvestitionen 2014 auf 4,2 Mio. Franken. Geissmann spricht von einem tiefen Investitionsvolumen. Gemäss Finanzplan wären durchschnittlich 8 Mio. pro Jahr vorgesehen. Die Stichworte «Schulraumplanung» und «Zentrale Verwaltung» lassen laut Geissmann erahnen, dass bald wieder grössere Ausgaben auf die Stadt Brugg zukommen und das Nettovermögen von aktuell 66 Mio. Franken nicht weiter ansteigen wird.

Gutes Jahr für Forstwirtschaft

Die Rechnung der Ortbürgergutsverwaltung schliesst mit einem Plus von 56 250 Franken ab. Bei der Forstwirtschaft resultiert ein Ertragsüberschuss von 167 200 Franken. Budgetiert war ein Plus von 38 400 Franken. Dieses gute Ergebnis sei vor allem aufgrund von Dienstleistungen für Dritte zustande gekommen, sagt Finanzverwalter Stefan Huber. Ein solches Resultat werde man nicht so schnell wieder erreichen.

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