Brugg
Stadt Brugg knackt mit den Steuern die 33-Millionen-Grenze

Ein Einstand nach Wunsch für den neuen Brugger Finanzminister Leo Geissmann: Die Rechnung 2013 der Stadt Brugg schliesst um rund 6 Mio. Franken besser ab als budgetiert, das Nettovermögen steigt an.

Michael Hunziker
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Bei der Einwohnergemeinde Brugg ist 2013 ein operativer Gewinn von 4,73 Mio. Franken (Budget -1,31 Mio. Franken) erzielt worden. Will heissen: Die Rechnung schliesst alles in allem um rund 6,04 Mio. Franken besser ab als prognostiziert.

Kein Wunder, waren bei der Vorstellung des Rechnungsergebnisses am Montag im Stadthaus lauter zufriedene Gesichter auszumachen. Neben Stadtrat Leo Geissmann anwesend waren Stefan Huber, Leiter der Finanzverwaltung, sowie Stadtschreiber Yvonne Brescianini.

Ausgeglichenes Ergebnis als Ziel

Das Betriebsergebnis fiel mit einem Minus von 927 472 Franken besser aus als im Rahmen des Budgets erwartet wurde (-5,7 Mio. Franken). Insbesondere beim Personalaufwand, den Abschreibungen sowie dem Sach- und übrigem Betriebsaufwand konnten Minderaufwendungen verzeichnet werden. Es sei haushälterisch mit den finanziellen Mitteln umgegangen worden, stellte Geissmann fest. Aber auch wenn die Entwicklung der Rechnung positiv sei: Ein ausgeglichenes Ergebnis aus der betrieblichen Tätigkeit bleibe nach wie vor das Ziel. «Die Steuereinnahmen vermögen trotz der Steuerfusserhöhung von 95 auf 100 Prozent die betrieblichen Aufwendungen nicht zu decken.»

Apropos Steuereinnahmen: Die budgetierten Werte sind um rund 3,4 Mio. Franken übertroffen worden. Laut Finanzverwalter Huber entfallen zwei Drittel auf die Positionen Aktiensteuern und Sondersteuern, die schwierig zu budgetieren seien. Durch die Steuerfusserhöhung konnten rund 1,5 Mio. Franken mehr an Einkommen- und Vermögenssteuern eingenommen werden. Positiv ausgewirkt hat sich, so Huber weiter, die Verlustscheinbewirtschaftung. Von den eingenommenen rund 282 000 Franken – Forderungen, die bereits abgeschrieben waren – verbleibt der Stadt ein Nettobetrag von rund 140 000 Franken. Der Steuerausstand liegt mit 14,20 Prozent unter dem Kantonsmittel (16,06 Prozent).

Ebenfalls besser als budgetiert ausgefallen ist in der Erfolgsrechnung der Einwohnergemeinde das Finanzierungsergebnis. Höhere Erträge aus Finanzanlagen und Beteiligungen führten zu einem Überschuss von 5,66 Mio. Franken.

Bei den Investitionen sprach Stadtschreiber Yvonne Brescianini von einem «einmaligen und ausserordentlichen» Resultat. Die Bruttoausgaben betragen 4,1 Mio. Franken (Budget 6,28 Mio. Franken). Gegenüber stehen Einnahmen von 14,6 Mio. Franken, die sich grösstenteils aus Subventionen und Beiträgen von Bund und Kanton an das Projekt «Sportanlage Mülimatt» zusammensetzen. Die Investitionsrechnung schliesst mit einem Einnahmenüberschuss von 10,4 Mio. Franken ab.

Nettovermögen steigt stark an

Das erfreuliche Rechnungsergebnis wirkt sich laut Finanzverwalter Huber positiv auf das Nettovermögen der Stadt aus. «Der erzielte Finanzierungsüberschuss von rund 18 Mio. Franken, die sich reduzierenden Verpflichtungen gegenüber den Eigenwirtschaftsbetrieben von rund 1 Mio. Franken sowie Verschiebungen und Umbuchungen von Bilanzpositionen von rund 6 Mio. Franken lassen das Nettovermögen auf rund 60 Mio. Franken ansteigen.» Beim freien Nettovermögen – also dem Nettovermögen, das nach Abzug der langfristig gebundenen Vermögenswerte der Stadt tatsächlich zur Verfügung steht – sei die Rede von rund 35 Mio. Franken.

Die Rechnung der Ortsbürgerverwaltung schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 43 097 Franken ab. Dieser Betrag wird dem Eigenkapital zugewiesen, das neu einen Stand von 6,22 Mio. Franken aufweist. Die Forstwirtschaft schliesst mit einem Aufwandüberschuss von 54 855 Franken ab. Dieser Betrag wird der Forstreserve entnommen, die neu 1,58 Mio. Franken beträgt.

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