Gleich zwei Athleten des JJJC Brugg kämpften am Sonntag um Edelmetall auf der «IJF World Judo Tour». Zum einen Patrik Moser, der sich mit einem guten fünften Rang am European Open Sofia (Weltcup-Stufe) vor fünf Wochen seinen zweiten Grand Prix-Start seiner Karriere erkämpfte. Er nutzte seine Chance und besiegte mit Zlatko Kumric (CRO) und Viktor Demyanenko (KAZ) zwei hochwertige Gegner und stiess ins Halbfinale vor, wo er sich Jorge Fonseca (POR), ein aktueller Überflieger in der Kategorie -100 Kg, klar geschlagen geben musste.

Im Bronzekampf gegen Batyr Hojamuhammedov (TKM) hätte ein Sieg allerdings absolut dringelegen. Nachdem er sich mit einer sauberen Kontertechnik von einem Rückstand zurückkämpfte, düpierte ihn sein Gegner mit einem unglaublich kräftigen Kontaktwurf und verwies Moser auf den sehr guten aber undankbaren fünften Rang. 

Ein Coup im Halbfinal

Für Ciril Grossklaus nahm der Tag - zwar auch mit einer Niederlage - aber mit der Silbermedaille ein glücklicheres Ende. Er besiegte zunächst Victor Ahiavor (GHA) sowie Eduard Trippel (GER), der zuletzt mit Bronze am prestigeträchtigen Grand Slam Paris brillierte. Ein echter Coup gelang Grossklaus dann im Halbfinal, wo er in der Verlängerung (dem Goldenscore) den amtierenden Weltmeister -90 Kg, Nemanja Majdov, mit Höchstwertung bezwang.

Im Finale war dann der Gegner ein wenig zu stark im Griffkampf und so ging Gold dank einem 3:2-Strafenverhältnis an Khusen Khalmurzaev (RUS). Dennoch ein Riesenerfolg des Bruggers, für den es der erste Finalkampf auf diesem Level war und die fünfte Medaille auf der offiziellen Judo-Welttournee ist. (az)