Brugg/Schenkenbergertal

Spitex Region Brugg AG will den Spitexverein Schenkenberg integrieren

Von links: Angela Klamt (Präsidentin Spitexverein Schenkenberg u. U.), Karsten Bugmann (Verwaltungsratspräsident Spitex Region Brugg AG), Rebekka Hansmann (Geschäftsführerin Spitex Region Brugg AG) und Monique Rotzer (Gemeinderätin Thalheim).

Von links: Angela Klamt (Präsidentin Spitexverein Schenkenberg u. U.), Karsten Bugmann (Verwaltungsratspräsident Spitex Region Brugg AG), Rebekka Hansmann (Geschäftsführerin Spitex Region Brugg AG) und Monique Rotzer (Gemeinderätin Thalheim).

Der Spitexverein Schenkenberg und Umgebung kämpft mit den unzähligen Anforderungen im medizinischen Bereich. Entsprechend ausgebildetes Personal ist schwierig zu finden. Darum will sie sich der Spitexverein der Spitex Region Brugg AG anschliessen.

Das Gesundheitswesen ist im Wandel. Der Druck auf die Institutionen und Organisationen, die medizinische Hilfe anbieten, wächst weiter. Die kantonalen Vorgaben zwingen die Spitexorganisationen laufend dazu, ihre betriebliche Organisation anzupassen. Dazu kommt, dass die Bevölkerung immer älter wird und folglich auch mehr Klienten zu behandeln sind. Verschärft wird dies durch die Verlagerung von Leistungen aus dem Spital in den ambulanten Bereich – Stichwort «ambulant vor stationär».

Die Aufgaben und Anforderungen für die Spitexorganisationen wachsen stetig, teilweise sind Fachspezialisten – beispielsweise aus der Psychiatrie, Onkologie oder der palliativen Pflege – gefragt. Der Trend zeigt klar, dass die Tätigkeiten in der Spitex anspruchsvoller werden. Arbeiten in der Hauswirtschaft werden mehr und mehr an andere Organisationen wie die ProSenectute abgegeben. Behandlungspflege und Grundpflege sowie Beratung nehmen zu.

Kapazitätsgrenze ist erreicht

All diesen Anforderungen sind kleinere Spitex-Organisationen wie der Spitexverein Schenkenberg und Umgebung nicht mehr gewachsen. Bereits jetzt stösst man an die Kapazitätsgrenze. Zudem ist es schwierig, Freiwillige für die Vorstandsarbeit zu finden. Darum stellte der Verein im Frühling 2014 bei der Spitex Region Brugg AG die Anfrage zu einem Beitritt. «Der Spitexverein Schenkenberg stösst seit längerem an seine Grenzen, da es sich für ihn ausgesprochen schwierig erweist, die pflegerischen Anforderungen abzudecken und qualifiziertes Fachpersonal zu finden», heisst es unter anderem in der Anfrage.

«Wir haben dann diskutiert, ob eine Übernahme bereits jetzt möglich ist», erläutert Karsten Bugmann, Verwaltungsratspräsident der Spitex Region Brugg AG. Denn zu diesem Zeitpunkt hatte die Spitex Region Brugg AG gerade mal ihr erstes Geschäftsjahr hinter sich. Doch man entschloss sich, die Übernahme zu prüfen, bildete mehrere Projektgruppen, um die Integration vorzubereiten.

Gemeinderäte sind überzeugt

Die Gemeinderäte der betroffenen Gemeinden Schinznach-Bad, Schinznach, Veltheim, Thalheim und Villnachern hätten sich von diesem Vorhaben überzeugt gezeigt, sagt Monique Rotzer, Gemeinderätin Thalheim. Ängste davor, dass die Klienten nicht mehr zwischen der privaten oder der gemeinnützigen Spitex wählen können, oder dass das Betreuungsverhältnis nicht mehr dasselbe ist, konnten die Verantwortlichen rasch zerschlagen. Die Spitex Region Brugg AG ist bestrebt, dass die Klienten von den gewohnten Spitex-Mitarbeitenden betreut werden. «Es kann zu Ausnahmesituationen kommen», ergänzt Rebekka Hansemann, Geschäftsführerin Spitex Region Brugg AG. «Aber unsere Erfahrungen mit dem Standort Lupfig zeigen, dass die Klienten bei der Betreuung nichts von der Übernahme merken.» Denn der Stützpunkt in Schinznach bleibt bestehen. Einzig die Administration wird nur noch von Brugg aus abgewickelt. Das ist die einzige Stelleineinsparung, die gemacht wird.

Schenkenbergertal im Verwaltungsrat vertreten

Vereinbart wurde, dass die Gemeinden der Region Schenkenberg sich anteilmässig an den damaligen Aufbaukosten beteiligen und sich anteilmässig ins Aktienkapital der Spitex Region Brugg AG einkaufen. Die Region Schenkenberg soll mit einer Person im Verwaltungsrat vertreten sein. Der Verwaltungsrat wird übrigens an der Generalversammlung vom 26. Mai gewählt. Die bisherigen Verwaltungsräte stellen sich voraussichtlich wieder zur Wahl.

Das letzte Wort zur Übernahme des Spitexvereins Schenkenberg und Umgebung von der Spitex Region Brugg AG hat aber das Stimmvolk. Sämtliche Gemeinden werden die Übernahme an den nächsten Gemeindeversammlungen traktandieren. Sagen die Gemeinden Ja, erfolgt ab August die laufende Integration. Per 1. Januar 2016 soll die diese vollzogen sein.

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