Villigen
Spender aus dem Dorf «stiften» drei schmucke Ruhebänke

Auf dem Villiger Rotberg und am Aareufer im Ortsteil Stilli sind jeweils mit separaten Feiern drei Ruhebänke eingeweiht worden. Sie bieten unterschiedliche Aussichten, sind aber gleichermassen für den Marschhalt mit innerer Einkehr gedacht.

Max Weyermann
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Manfred und Irene Treff sowie Karin Lemme und Bernhard Reer (von links) sind die Spender der beiden Sitzbänke am Aareufer.

Manfred und Irene Treff sowie Karin Lemme und Bernhard Reer (von links) sind die Spender der beiden Sitzbänke am Aareufer.

Max Weyermann

Auf eine Orientierung des Gemeinderates im Villiger Mitteilungsblatt hatten sich spontan drei Paare gemeldet, die sich bereit erklärten, je eine massive Eichenholzbank aus regionaler Produktion zu stiften.

Beim Sitzen auf jener auf dem Rotberg – gespendet von Hugo und Claire Baumeler – präsentiert sich dem pausierenden Wanderer bei gutem Wetter in der Ferne unter anderem das ganze Panorama von den Berner bis zu den Glarner Alpen. Am andern Standort, am Ufer, wenige Schritte nördlich des Ortsteils Stilli, zieht die Aare majestätisch vorbei auf ihrem Weg in Richtung Rhein und Nordsee und kann zum Nachdenken über den Fluss des Lebens anregen.

Die beiden hier im Abstand von rund 200 Metern platzierten Bänke wurden von Bernhard Reer und Karin Lemme sowie von Manfred und Irene Treff gesponsert.

Geschichten zum Thema Fluss

Nachdem an der Einweihung auf dem Rotberg die Alphornbläser Thomas Schatzmann und Romano Wenger für die musikalische Umrahmung gesorgt hatten, erfreute eine Woche später an der Aare der Gemischte Chor Stilli unter der Leitung von Dieter Studer mit Unterstützung des mitsingenden Publikums mit einem bunten Liederstrauss: von «Down by the riverside» bis hin zum Evergreen «Am Himmel stoht es Stärnli».

Nach einführenden Worten und dem Dank durch Vizeammann Olivier Moser lasen Karin Lemme und Irene Treff zum Thema «Fluss» je eine selbst verfasste Kurzgeschichte sowie tiefsinnige Gedichte und Gedanken verschiedener Autoren vor. Hier zwei Beispiele von Gabriele Eder und Yvonne Bayer sowie eine lateinische Weisheit: «Glücksaugenblicke – wie eine Welle im Fluss nicht festzuhalten.» – «Im Glanz des Wassers schweben Erinnerungen; dann bin ich ganz Kind.» – «Wer den Weg nicht kennt, auf dem er zum Meer gelangen kann, der sollte sich einen Fluss als Begleiter suchen.»

Ein Danke für die Grosszügigkeit

Im Namen von Behörden und Bevölkerung würdigte auch Gemeinderätin Annelis Berner die Grosszügigkeit der Bank-Spender und die Umrahmung der kleinen Feier durch den Gemischten Chor Stilli.

Das anwesende Gemeinderats-Trio wurde komplettiert durch Peter Gut, der für den abschliessenden Apéro am Aareufer zuständig war.