Bözberg/Riniken

Spektakel am «Gäbihübel»: Swissgrid verlegt Stromleitung in den Boden

Die Stromleitung kommt in den Boden: In zwei Rohrblöcken sind die Kabelschutzrohre verlegt und einbetoniert worden. Das Foto stammt von Ende Mai. cm

Die Stromleitung kommt in den Boden: In zwei Rohrblöcken sind die Kabelschutzrohre verlegt und einbetoniert worden. Das Foto stammt von Ende Mai. cm

In einer nächsten Etappe werden die tonnenschweren Stromkabel eingezogen im Gebiet Bözberg/Riniken.

Am «Gäbihübel» im Raum Bözberg/ Riniken wird die 380-Kilovolt-Stromleitung in den Boden verlegt. Eine Premiere für die Swissgrid, die Eigentümerin des Schweizer Höchstspannungsnetzes. Im Sommer steht eine spektakuläre Bauphase bevor.

Ab Juli werden die Erdkabel in insgesamt zwölf Schwertransportfahrten zum «Gäbihübel» gebracht und in die einbetonierten Kabelschutzrohre eingezogen. Jedes der insgesamt zwölf Kabel wiegt – zusammen mit der Kabelrolle – rund 40 Tonnen. Von der Herstellerfirma Brugg Cables werden die Kabel zum Übergangsbauwerk Nord transportiert. «Die Route der Speziallastwagen, die inklusive Ladung rund 70 Tonnen wiegen, führt von Brugg über die Aarauerstrasse nach Schinznach-Bad, über die Aare und anschliessend via Villnachern, Umiken und Hafen zum Übergangsbauwerk Nord», hält die Swissgrid in einem Informationsschreiben an die Bevölkerung fest. «Begleitfahrzeuge sorgen für Sicherheit entlang der Route.» Der erste Schwertransport ist für Anfang Juli geplant, der letzte wird voraussichtlich Ende August durchgeführt.

Tiefbauarbeiten an Erdkabel fertig

Der Spatenstich für das Projekt «Teilverkabelung» fand – nach einer jahrzehntelangen Planung – im August des letzten Jahres statt. Mittlerweile sind die Tiefbauarbeiten entlang des Erdkabeltrassees beendet. Auf einer Länge von rund 1,3 Kilometern wurden die Kabelschutzrohre in zwei Rohrblöcken in den Kabelgraben verlegt, einbetoniert und mit dem Aushub wieder zugedeckt. Ebenfalls abgeschlossen sind die Arbeiten zur Unterquerung der Bözbergstrasse und der SBB-Bahnlinie. Auch die Übergangsbauwerke Nord und Süd sind gemäss Swissgrid bereits seit mehreren Wochen fertiggestellt, die elektrischen Installationsarbeiten zum grössten Teil abgeschlossen. Rund um die Übergangsbauwerke werden gegenwärtig noch verschiedene Umgebungsarbeiten ausgeführt.

Auf Kurs ist laut Swissgrid zudem der Bau der Freileitungsabschnitte. Denn um den Kabelabschnitt am «Gäbihübel» mit dem Freileitungstrassee zu verbinden, müssen insgesamt 14 neue Masten und 5,2 Kilometer neue Freileitung erstellt werden. Die Tiefbauarbeiten im Norden, im Gebiet Krähtal in der Gemeinde Riniken, sind in vollem Gang, führt die Swissgrid aus. Nach den Ausholzungsarbeiten und der Einrichtung der Bau- und Installationsplätze seien im Mai an den Maststandorten die Mikropfähle bis zu 17 Meter tief ins Erdreich gestossen worden. «Sie dienen der Verstärkung und Stabilisierung der Mastfundamente.» In einem nächsten Schritt werden deren Sockel betoniert und anschliessend die untersten Elemente der Masten verankert. Die Masten selbst werden ab Oktober montiert.

Tag der offenen Tür geplant

Im Gebiet «Spitz» im Hafen hat die Swissgrid ein temporäres Besucherzentrum errichtet. Es wird rund drei Jahre betrieben und kann geführt besichtigt werden. Am 7. September ist die Bevölkerung aus Bözberg und den benachbarten Gemeinden zu einem Tag der offenen Tür eingeladen.

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