Windisch
Spatenstich für ein neues Quartier auf dem Kunzareal

Der Bau für Eastside und Spinnerei III auf dem Kunzareal begann am Donnerstagnachmittag. Es sei ein denkwürdiger Moment gewesen und der Beginn eines besonderen Projektes, sagten verschiedene Redner.

Edgar Zimmermann
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Beim Spatenstich kommt als Gag ein Jutensack zum Vorschein, der angeblich aus der Zeit des Spinnereibetriebs Kunz stammt.

Beim Spatenstich kommt als Gag ein Jutensack zum Vorschein, der angeblich aus der Zeit des Spinnereibetriebs Kunz stammt.

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Es war «ein denkwürdiger Moment», so hielten verschiedene Redner am Donnerstagnachmittag fest. Alex Römer, seitens der Bauherrschaft, der Hiag Immobilien AG, zuständig für die Arealentwicklung, und Geschäftsführer Martin Durchschlag führten an, dass der Spatenstich nicht nur dem Neubau Eastside gilt, der 61 Wohnungen und ein Parkgeschoss aufnehmen wird, sowie dem Umbau der alten Spinnerei, die Platz für 50 Lofts im Edelrohbau bieten wird. Es sei dies auch der Spatenstich für ein neues Quartier.

Für die Hiag gehe es um ein besonderes Projekt auf einem Areal mit reicher Industriegeschichte, mit zum Teil denkmalgeschützten Objekten und in wunderschöner Lage. Hervorzuhaben sei auch das umweltfreundliche Energiekonzept. Innerhalb kurzer Zeit und dank dem guten Einvernehmen mit Behörde, Planungsstellen und Bevölkerung kann nun die Realisierung erfolgen, dies, nachdem verschiedene Altbauten bis Ende 2012 abgebrochen worden waren.

13 000 Quadratmeter Nutzfläche

Ralph Losi, Leiter der Implenia-Geschäftsstelle Bern, betonte, dass schon die vor rund 185 Jahren erfolgte Grundsteinlegung für das Spinnerei-Imperium ein denkwürdiger Schritt war. Künftig wird das Areal neu genutzt. Für die beiden Projekte Eastside und Spinnerei III werden 45 000 Kubikmeter umbauter Raum und 13 000 Quadratmeter Nutzfläche geschaffen, wofür unter anderem 5000 Kubik Beton, fast 1 Mio. Kilogramm Stahl und Tausende von Backsteinen benötigt werden.

Gemäss Gemeinderätin Heidi Ammon ist die Überbauung auch für Windisch sehr wichtig. Sie helfe mit, die strukturellen Probleme der Gemeinde zu lösen. Die Kernzone wird verdichtet, der Mix von Dienstleistungen und Wohnungen im mittleren und oberen Bereich überzeugt. Der Entwicklungsprozess habe sich gelohnt..

Dann galt es für einige der rund 30 Anwesenden anzupacken und mit der Schaufel den ersten Erdhaufen abzutragen.