Bözberg

Spanisch geprägtes Klang-Feuerwerk auf zwei Flügeln

Maria Luisa Cantos und Amri Alhambra am Flügel.

Maria Luisa Cantos und Amri Alhambra am Flügel.

Maria Luisa Cantos und Amri Alhambra haben im Rahmen der jüngsten «Internationalen Begegnung der Musik» in der vollbesetzten Kirche in Bözberg konzertiert.

Die renommierte spanische Pianistin Maria Luisa Cantos, die 1978 die Stiftung «Musica Espanola Schweiz» gegründet hat und seit rund drei Jahrzehnten auf dem Bözberg lebt, ist in vielen Ländern tätig. Im Rahmen ihrer am Hauptsitz der Stiftung laufenden Veranstaltungsreihe «Internationale Begegnungen der Musik» bot sie in ihrer Wahlheimat ein eindrückliches Konzert. Zusammen mit dem in Zürich lebenden Pianisten Amri Alhambra, der nach dem Konservatorium und dem Lehrdiplom bei ihr das Konzertdiplom erlangt hat und ebenfalls auf vielen musikalischen Ebenen wirkt , sorgte sie in der vollbesetzen Kirche Bözberg für Furore.

Ost-West-Reise durch Europa

Das Programm mit Werken für Klavier solo und für zwei Klaviere entsprach einer Ost-West-Reise durch Europa, aber stets mit klanglicher Ausrichtung auf das Ziel Spanien. Als Duo interpretierten Maria Luisa Cantos und Amri Alhambra acht Variationen von Johannes Brahms über ein Thema aus dem berühmten «Antonius-Choral» von Joseph Haydn, die «Petite Suite» von Claude Debussy mit den Sätzen «En Bateau», «Cortège», «Menuet» und «Ballet» sowie die Rhapsodie «Espana» von Emmanuel Chabrier.

Im ersten Teil trug die Pianistin zudem mit viel Temperament Robert Schumanns «Arabesque» und das «Allegro de Concierto» von Enrique Granados vor. Im zweiten Teil schöpfte sie in Debussys Préludes «La sérénade interrompue» («Die unterbrochene Serenade») und «La puerta del vino» («Die Weinpforte») sowie in Maurice Ravels Satz «Alborada del gracioso» («Morgenständchen des Narrs») aus dem Zyklus «Miroirs» aus einer Fülle von eindrücklichen Klangbildern.

Die sowohl in technischer als auch gestalterischer Hinsicht höchst anspruchsvollen Darbietungen im Verlauf des Konzertes zeugten von der musikalischen Meisterschaft der beiden Interpreten. Entsprechend begeistert zeigte sich das Publikum, das für seinen lang anhaltenden Applaus mit der Zugabe des 3. Spanischen Tanzes aus dem Opus 12 von Moritz Moszkowski belohnt wurde.

Impresario Heinz Kern moderierte den von Maria Luisa Cantos organisierten und Pro Bözberg unterstützten Anlass. Aus Zürich angereist kam der spanische Generalkonsul Luis Calvo Merino und der spanische Botschafter Bernardo de Sicart Escoda, aus Bern. Beim anschliessenden Apéro meinte der Generalkonsul: «Das Konzert mit abwechslungsreichen Anklängen an unsere Heimat hat Emotionen ausgelöst und mir gut gefallen.»

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