Villigen
Sonderschulen fusionieren für einen stärkeren Auftritt

Etuna heisst die neue, vereinte Stiftung der Schulheime St. Johann, Schloss Kasteln und Friedberg. Heute wurden Name und Logo eingeweiht. Als grössere Institution erhoffen sie sich nun, mehr bewirken zu können.

Daniel Vizentini
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24 Kinder und Jugendliche gehen im Schulheim Friedberg in Seengen in die Sonderschule oder ins Internat
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Das Schloss Kasteln ist seit über 150 Jahren ein Heim für Kinder
Mitarbeiter der drei Heime versammelten sich vor der Trotte in Villigen
Lisa Binder, Präsidentin des Schulheims St. Johann, leitete den Abend.
Sonderschulen fusionieren
Die Sanierung des Schulheims St. Johann in Klingnau wurde 2010 abgeschlossen.
Die Arbeiter warten neugierig auf die Enthüllung des neuen Namens und Logos
Ballone schwebten in die Höhe und enthüllten das Logo der neuen Stiftung

24 Kinder und Jugendliche gehen im Schulheim Friedberg in Seengen in die Sonderschule oder ins Internat

Daniel Vizentini

Für Kinder und Jugendliche mit erheblichen sozialen Beeinträchtigungen gibt es im Aargau mehrere Sonderschulen und Internate. Drei von ihnen haben nun fusioniert. Als grössere Institution erhoffen sie sich nun, mehr bewirken zu können. «Der Kostendruck steigt - als grössere Stiftung kann man das viel besser absorbieren», sagt Roger Keller, Co-Präsident der neuen Stiftung. Eine grössere Institution verfüge zudem über mehr Ressourcen, um neue Angebote bereitzustellen und die bisherigen aufrecht zu erhalten.

Seit 2007 haben die Schulheime Schloss Kasteln aus Oberflachs, Friedberg aus Seengen sowie St. Johann aus Klingnau - inklusive der Psychomotoriktherapie Aargau Nord - auf diesen Zusammenschluss hin gearbeitet. Gestern Abend präsentierten sich die drei erstmals als Stiftung Etuna samt neuem Logo. Lisa Binder, Präsidentin des Schulheims St. Johann, nahm das Logo von René Utiger von der zuständigen Werbeagentur Megura entgegen.

«Etuna steht für das Eins-Werden. Nur gemeinsam bilden die einzelnen Punkte ein Ganzes - hier der Kanton Aargau. Die Farben stehen für die unterschiedlichen Standorten», sagt Utiger. Hauptsitz der neuen Stiftung wird Klingnau. Die bestehenden Angebote an den heutigen Standorten werden weitergeführt, die unterschiedlichen Kulturen der Schulheime bleiben erhalten.

Alle Heime kürzlich renoviert

Die Infrastruktur der drei Schulheime ist auf dem neuesten Stand. Vor rund drei Jahren wurden alle Gebäude renoviert. Das Schulheim St. Johann ist mit über 50 Plätzen das Grösste. Im Schloss Kasteln und im Schulheim Friedberg werden 31 respektive 24 Kinder und Jugendliche aufgenommen. Es sei möglich, dass die Anzahl Plätze ausgebaut werden, sagt Keller. Für Fusionen mit weiteren Stiftungen sei man offen.