Windisch
Sommer 2014: Marseiller Hafenatmosphäre im Hof der Klinik Königsfelden

Für das Aargauische Freilicht-Spektakel war der Sommer 2013 famos: Die Produktion «Hinter den 7 Gleisen» bescherte traumhafte Besucherzahlen. Sie ist Vergangenheit; die Vorbereitungen zu «Die französische Seemannsbraut» sind Gegenwart.

Elisabeth Feller
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2014 wird das Freilicht-Spektakel letztmals im Hof der Psychiatrischen Klinik stattfinden. emanuel freudiger

2014 wird das Freilicht-Spektakel letztmals im Hof der Psychiatrischen Klinik stattfinden. emanuel freudiger

EMANUEL PER FREUDIGER

Die spritzige Sommerkomödie «Die französische Seemannsbraut» wird – wie alle vorgängigen ernsten oder weniger ernsten Stücke des Aargauischen Freilicht-Spektakels – einmal mehr im Hof der Psychiatrischen Klinik Königsfelden gespielt.

«Leider sind wir letztmals dort», seufzt Peter Waber vom Breuninger Theaterverlag leise auf: «Danach starten rund um die Psychiatrische Klinik Bauarbeiten. Deshalb müssen wir uns für 2015 nach einer neuen Spielstätte umsehen.»

Das Casting für das Spektakel

Mit «Hinter den 7 Gleisen» nach dem berühmten Schweizer Film von Kurt Früh landete das Aargauische Freilicht-Spektakel im Sommer 2013 einen Publikumsrenner. Ein solcher soll auch «Die französische Seemannsbraut» werden - eine leicht geschürzte Komödie, die vom 25. Juli bis 23. August 2014 in Königsfelden gespielt wird. Dafür braucht es Statistinnen und Statisten; Musikerinnen und Musiker. Deshalb wird am Samstag, 30. November, in der Cafeteria des Postgebäudes in Aarau (Eingang Ost, im 3. Stock), ein Casting von 9.30 bis 13.30 Uhr veranstaltet. Anmeldeformular ist zu finden unter
www.freilicht-spektakel.ch. (EF.)

Der Brugger Schachen war ein Gesprächsthema, doch jetzt schält sich ein im Umfeld der Klinik und des Legionärspfades gelegener, bestens geeigneter Ort heraus: Der Platz vor dem Dorfschulhaus in Windisch. Das ist Zukunftsmusik. Im Vordergrund steht «Die französische Seemannsbraut», die im Sommer 2014 möglichst viele Besucher aus dem ganzen Kanton Aargau anlocken soll.

Peter Waber kommt auf Entscheidendes zu sprechen: Statistinnen und Statisten. Melden sich diese von selbst? «O nein», weiss Waber, «das ist nicht der Fall.»

Weshalb? Der Verleger führt zwei Gründe an: «Einerseits möchte, wer mitmacht, einen Text. Einen solchen können wir aber nicht allen bieten. Andererseits erfordert das Mitwirken bei den Freilichtspielen ein von Frühling bis Ende Sommer dauerndes,zeitintensives Engagement.»

Waber unterstreicht, wie wichtig Statisten sind und wie sehr sie geschätzt werden: «Bei uns sind sie ebenso integriert in die Freilichtfamilie wie die Hauptakteure.»

Wie bei «Hinter den 7 Gleisen» wird deshalb auch für «Die französische Seemannsbraut» ein Casting ausgerichtet.

«Ohne Musik geht es im kommenden Jahr nicht, weshalb wir eine Strassenmusikantin oder einen Strassenmusikanten suchen», sagt Waber.

Ihm schwebt «eine Person mit Handharmonika vor, die sich bei französischen Musette-Stücken auskennt.» Das erinnert fast schon an Marcel Pagnols berühmte Marseiller-Trilogie «Marius», Fanny» und «César».

Marseille = Hafen? Peter Waber nickt: «Wir wollen versuchen,Hafenatmosphäre in den Hof der Klinik Königsfelden zu zaubern.»

Was man aber nur kann, wenn dieser von einem bunten Völkchen belebt wird: etwa von Fischern, Matrosen, Bäckern mit Baguettes, Touristen, Freiern und Velofahrern, die sich durchs Gewühl kämpfen.