Die Samuel Werder AG in Veltheim, ein Traditionsbetrieb für Feinwerktechnik, betreibt seine Produktion klimaneutral mit 100 Prozent Schweizer Wasserkraft.

Neu stellt die Firma sogar noch für rund 100 Haushaltungen zur Verfügung. Dieser Solarstrom kommt vom eigenen Fabrikdach und erzeugt so ganz nebenbei noch stattliche Mehreinnahmen.

Zustande gekommen ist dies durch eine Kooperation zwischen der Samuel Werder AG und unserKraftwerk.ch, einem Projekt des Unternehmers Raphael Huber und seiner Bijouteria GmbH. Deren Onlineshop für Schmuck arbeitet ebenfalls 100 Prozent klimaneutral.

Inhaber Raphael Huber investiert seine erzielten Gewinne einerseits aus ökologischer Überzeugung in Solarstromanlagen, andererseits auch, weil es langfristig finanziell sehr interessant ist. Solche Anlagen installiert er bei Liegenschaftsbesitzern mit entsprechend grossen Nutzflächen. Dabei tritt unserKraftwerk.ch als Generalunternehmer auf, der die ausführenden spezialisierten Solarmonteure und Elektriker koordiniert und dabei der Qualität und Sicherheit oberste Priorität einräumt.

«Die Anlage in Veltheim wurde im Frühjahr 2016 in nur gerade drei Monaten auf dem 4000 Quadratmeter grossen Fabrikdach realisiert», sagt Claude Werder, Inhaber der Samuel Werder AG. «Die Solaranlage besteht aus 1000 Modulen mit einer Gesamtfläche von 2000 Quadratmetern und erbringt zu Spitzenzeiten eine Leistung von rund 300 kW oder 300'000 kWh jährlich, was umgerechnet einem Strombedarf von rund 100 Haushaltungen entspricht.

Geld in sinnvolle Anlage stecken

Die Energiegewinnung mit Solartechnologie basiert auf dem neusten Stand der Technik und unterscheidet sich damit nicht grundlegend von anderen Produkten oder Anbietern.

Wesentlich ist, dass der Immobilienbesitzer seine verfügbare Dachfläche weder vermietet noch diese durch eigene Investitionen für die Energiegewinnung ausrüsten muss. Vielmehr sind es Investoren wie Raphael Huber selbst, die ihre Mittel lieber in eine nutzbringende und zudem ökologisch sinnvolle Anlage stecken, als sie dem Spannungsfeld der Finanzmärkte zu überlassen.

«Investitionen sind immer dann besonders attraktiv, wenn sich ihr Nutzen gewissermassen multipliziert», meint Claude Werder. «Oder an diesem Beispiel ausgedrückt: wenn sowohl die Allgemeinheit, die Umwelt, der Investor als auch der Immobilienbesitzer selber einen offensichtlichen Vorteil daraus ziehen können.»

Die Allgemeinheit und die Umwelt, weil jede alternative Energiequelle dazu beitrage, als kritisch erkannte Energieträger sukzessive abzulösen. Der Investor, weil er seine Mittel sinnvoll und zugleich mit gut kalkulierbarem Ertrag einsetze, der Hausbesitzer, weil er einerseits von günstigerem Strom profitiere und Provision auf den eingespeisten Strom erhalte, zugleich aber auch in seiner Öffentlichkeitsarbeit eine positive Ökobilanz geltend machen könne.

Der Sonne gehört die Zukunft

Sowohl Claude Werder, Inhaber der Samuel Werder AG, wie auch der Initiant Raphael Huber von unserKraftwerk.ch sind sich einig: Dem Kraftwerk Sonne gehört die Zukunft. «Es braucht dazu nur eine leistungsfähige Solarstromanlage und eine geeignete Dachfläche sowie den gemeinsamen Willen, von dieser Kombination zu profitieren», sagen sie.

«Das Anlagerisiko liegt dabei ebenso voll und ganz in den Händen des Investors wie alle mit dem Bau und Betrieb verbunden Aufgaben, die Raphael Huber selber als Generalunternehmer übernimmt.»

Für den Gebäudeinhaber ist dies auch darum im doppelten Sinne eine interessante Anlage, weil er nebst günstigem Ökostrom gemäss Vereinbarung mit dem Investor auch an dessen Ertrag beteiligt wird, was am Beispiel der Anlage in Veltheim pro Jahr über 10'000 Franken ausmacht.

Es gibt dazu nur zwei wesentliche Bedingungen: Zum einen muss das Dach ziemlich gross sein, damit die Anlage verhältnismässig günstig erstellt werden kann, zum anderen sollte die Beschattung durch Bäume und Nachbargebäude möglichst gering sein, um mit der Anlage die volle Leistung generieren zu können.

«Dann allerdings kann die Energie und damit das Geld buchstäblich auf jedem Dach liegen», sind Werder und Huber überzeugt. (az)