Livio Plüss, Präsident des Trägervereins Alterszentrum Brugg, staunte über die schnelle Abwicklung der Versammlung. Doch bei den verkündeten «good news» hatten die 51 anwesenden Vereinsmitglieder nichts zu monieren: Zur Freude Anlass gab vorab ein prosperierendes Zentrum.

«Das Zukunftsprojekt ‹Akkord›», so Zentrumsleiter Heinz Pulver, «wird auch 2011 primäres Thema bleiben.» «Akkord» meint den vorgesehenen Neu- und Erweiterungsbau von Pflegebetten auf dem Gelände des Pflegeheims am Süssbach, den Umbau des bisherigen Alterszentrums und den Neubau von betreuten Alterswohnungen. Über den aktuellen Stand orientierte die Brugger Stadträtin Dorina Jerosch.

Sie umriss die Ausgangslage – Altersleitbild 2008 und neues Pflegegesetz – und kam dann auf das Projekt «Akkord» zu sprechen. Es handle sich um ein Vorprojekt, das – auch kostenmässig – noch nicht detailliert ausgearbeitet sei. Mit Kosten von 73 Mio. Franken ist aber zu rechnen. Davon entfallen 43 Mio. Franken auf den Pflegebetten-Neubau und 30 Mio. Franken auf die Alterswohnungen. Bürgschaften der Gemeinden sollen die Finanzierung des Pflegebettenneubaus ermöglichen.

Was wird wo entstehen?

An der Fröhlichstrasse 7 (Pflegeheim Süssbach) eine stationäre Pflege mit 240 Betten und eine Demenzstation; an der Fröhlichstrasse 14 (heutiges Alterszentrum) Betreutes Wohnen mit 90 Alterswohnungen und Räume für diverse Dienstleistungen. Als Bauherrschaft fungiert für Nummer 7 die Stiftung Bezirksspital, für Nummer 14 der Verein Alterszentrum Brugg. Die Finanzierung der Alterswohnungen erfolgt durch den Verein Alterszentrum zusammen mit privaten und institutionellen Investoren. Priorität im zeitlichen und baulichen Ablauf hat der Pflegebetten-Neubau.

Schon bald haben sowohl der Einwohnerrat Brugg (16. Juni) wie der Souverän (23. Oktober) über ihren finanziellen Anteil – Bürgschaftsverpflichtung über 7,8 Mio. Franken an den Pflegebettenneubau – zu befinden. Dann werden Alterszentrum und Bezirksspital-Stiftung eine gegenseitige Absichtserklärung über den Betrieb unterzeichnen. Dorina Jerosch ist optimistisch: «So weit wie jetzt, waren wir noch nie.»