Windisch
So oft wird die Bossartschüür genutzt

Der Verein Pro Bossarthaus will die Nachfrage für die Schüür an der Dorfstrasse Windisch verbessern.

Claudia Meier
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An der Gründungsversammlung des Vereins Pro Bossarthaus im August 2017 strömten die Windischer in Scharen ins Kulturlokal, das der Gemeinde gehört. MHU

An der Gründungsversammlung des Vereins Pro Bossarthaus im August 2017 strömten die Windischer in Scharen ins Kulturlokal, das der Gemeinde gehört. MHU

Michael Hunziker

Der neue Verein Pro Bossarthaus engagiert sich für das Kulturhaus an der Dorfstrasse in Windisch, weil der Gemeinderat das Bossarthaus auch schon verkaufen wollte. Ende September führte der Verein seine erste Generalversammlung durch. Dabei rief Präsidentin Barbara Scheidegger die Bevölkerung dazu auf, das Haus als Treffpunkt und Veranstaltungsort vermehrt zu nutzen.

Wie oft wurde die Bossartschüür denn in den letzten Jahren genutzt? Diese Frage lässt sich nicht so einfach beantworten, denn die Bossartschüür gehört der Gemeinde Windisch. Und die Vermietung wird von der Abteilung Planung und Bau abgewickelt. Pro Saison, die jeweils von September bis Mai/Juni geht, organisiert der Kulturkreis Windisch 10 bis 12 kulturelle, öffentliche Anlässe. Dafür – und auch nicht für die Sitzungen in der Bossartschüür– muss der Kulturreis der Gemeinde keine Miete bezahlen.

Präsidentin Scheidegger präzisiert: «Das ist aber lange nicht alles. Die Schüür wird beispielsweise von kleineren Chören oder Musikformationen für Konzerte gebucht, private Feste oder Kurse finden statt.» Die Gemeinde schätze die Bossartschüür ebenfalls als geeigneten Raum für unkonfessionelle Abdankungen. «Und neu wird im Winterhalbjahr ein regelmässiger Kurs für Kinderakrobatik in der Bossartschüür stattfinden», so Scheidegger weiter. Gemäss einer vom Verein zusammengetragenen Tabelle, fanden letztes Jahr insgesamt 56 Anlässe in der Bossartschüür statt, dieses Jahr waren es von Januar bis Juli 49. Doch die effektiven Vermietungen, die auch Geld in die Gemeindekasse spülten, waren tiefer (siehe Diagramm oben). So wurde die Bossartschüür laut Auskunft der Gemeinde Windisch letztes Jahr in 30 Fällen an Private und Firmen vermietet. Das ist immerhin mehr als doppelt so viel wie im Jahr 2015.

Um die Auslastung des Kulturlokals zu erhöhen, sieht der Verein Pro Bossarthaus Verbesserungspotenzial im einfacheren Zugang zum Reservationssystem, um herauszufinden, wann die Schüür noch verfügbar ist. Daran arbeitet die Abteilung Planung und Bau momentan. «Mit regelmässigen Kursen oder Veranstaltungen liessen sich die unterschiedlichen Räume besser auslasten. Es ist doch eine Verschwendung, ein Gebäude zu unterhalten und leer stehen zu lassen», betont Scheidegger.

Wünschenswert wären auch Verbesserungen im Officebereich sowie stapelbares Mobiliar. Das Ziel sei es aber nicht, riesige Investitionen zu tätigen, sondern nach über 35 Jahren Betrieb für kleinere Erneuerungen zu sorgen.