Villigen
So lässt es sich ohne Eigentum wohnen

Geplant sind 57 neue Mietwohnungen. Diese sind eher klein, mehr als die Hälfte verfügen über 11/2 oder 21/2 Zimmer

Michael Hunziker
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Wie auf dem Modellfoto wird sich die Überbauung präsentieren. Walker Architekten AG

Wie auf dem Modellfoto wird sich die Überbauung präsentieren. Walker Architekten AG

zvg / Architekturbüro Walker

Stolzes Bauvorhaben in Villigen: Auf dem Areal zwischen Schulstrasse, Wiesenweg und Erbsletstrasse sind fünf Mehrfamilienhäuser mit 57 Mietwohnungen geplant. «Es soll eine lebendige Überbauung entstehen», sagt Norbert Walker, Inhaber und Geschäftsführer des zuständigen Büros Walker Architekten AG in Brugg. «Angeboten werden unterschiedliche Wohnungen für verschiedene Bedürfnisse: für Jüngere und Ältere, für Einzelpersonen und Paar-Haushalte sowie auch für Familien und Leute vom Paul-Scherrer-Institut. Angesprochen werden alle, die kein eigenes Wohneigentum erwerben wollen und viel Wert auf eine hohe Qualität legen – sowohl im Innen- wie im Aussenbereich.»

Für das Areal Erbslet besteht ein Gestaltungsplan aus dem Jahr 2003. Die neuen Gebäude werden stirnseitig zur Hauptstrasse angeordnet und mit Satteldächern versehen. Vier der Bauten haben vier Obergeschosse, beim Gebäude an der Erbsletstrasse ist es ein Geschoss weniger. Der Grund: Die Firsthöhe wird an die bestehenden alten Häuser angepasst. Der Zugang zur Tiefgarage erfolgt über die Schulstrasse sowie über den Wiesenweg. Angeschlossen wird die Überbauung an das Fernwärmenetz der Refuna.

Auf dem Areal vorgesehen sind fünf Mehrfamilienhäuser.

Auf dem Areal vorgesehen sind fünf Mehrfamilienhäuser.

zvg / Architekturbüro Walker

Gewohnt wird im Grünen

Mehr als die Hälfte der Wohnungen zählen 11/2 oder 21/2 Zimmer, weitere haben 31/2 Zimmer und ein paar wenige 41/2 Zimmer. Walker ist überzeugt, dass eine Nachfrage vorhanden ist, könnten in Villigen derzeit doch fast keine Leerwohnungen gezählt werden. «Die Einwohner in der Gemeinde Villigen leben zu 80 Prozent in Eigenheimen», bestätigt Markus Vogt, Gemeindeschreiber in Villigen. Mit den neuen Wohnungen werde neuer Wohnraum angeboten für junge Erwachsene, die zu Hause ausziehen. «Das Gleiche gilt auch für ältere Personen, welche ihr Eigenheim verlassen und in der Gemeinde in einer altersgerechten Wohnung leben möchten.»

Ausgerichtet sind die Wohnungen, die mit grosszügigen Balkonen oder Sitzplätzen ausgestattet sind, in Ost-West-Richtung. Auf diese Weise verfügen die Räumlichkeiten über viel Tageslicht. Gebaut wird behindertengerecht und im Minergie-Standard. Erreichbar sind die Wohnungen über einen Lift sowie über einen Laubengang. Architekt Walker spricht von einer robusten, ökologischen und nachhaltigen Bauweise. Die Mieten werden sich gemäss dem Architekten im mittleren Preissegment bewegen – «im ortsüblichen Rahmen».

Grosse Beachtung geschenkt wird, fährt Walker fort, dem Aussenraum – ganz unter dem Motto «Wohnen im Grünen». Realisiert werde eine begrünte, sorgfältig gestaltete und pflegeleichte Umgebung mit Hochstammbäumen, Fusswegen, Aussensitzplätzen sowie einem Gemeinschaftsplatz. Trotz der Dichte werde die Privatsphäre der künftigen Mieter gewahrt. Auf Wunsch können diese übrigens eine Garten- oder Blumenrabatte betreuen.

Los gehts im Spätfrühling 2015

Die Baukosten belaufen sich auf voraussichtlich rund 16 Mio. Franken. Als Bauherrschaft tritt die Pensionskasse Semaro, Hunzenschwil, in Erscheinung. Das Baugesuch liegt bis 27. Oktober auf der Gemeindekanzlei öffentlich auf.

Verläuft alles reibungslos, erfolgt im Spätfrühling 2015 der Spatenstich. Um die Bauzeit möglichst kurz zu halten, werde in einer Etappe gebaut, sagt Projektleiter Hannes Gebhard vom Büro Walker Architekten AG. Dauern werden die Tätigkeiten rund zwei Jahre. Wert gelegt werde auf ein gutes Einvernehmen mit der Nachbarschaft. «Wir suchen das Gespräch und informieren permanent über die einzelnen Schritte.» Ein erstes Mal vorgestellt worden ist das Projekt an einem Informationsanlass Ende September. Das Interesse der Anwohner sei gross gewesen, die Reaktionen positiv, viele Fragen hätten beantwortet werden können, so Gebhard.

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