Birr

Knappes Ja zum Neubau der Sportstätte

Viele Änderungs- und Rückweisungsanträge gab es an der Gemeindeversammlung in Birr. 131 von insgesamt 1915 Stimmberechtigten waren anwesend. Umstritten waren vor allem der Verpflichtungskredit über 255 000 Franken für die Garderobe-Erweiterung bei der Sporthalle Nidermatt und der Antrag über 710 000 Franken für den Neubau der Sportstätte. Widerstand gab es vor allem von älteren Stimmbürgern. Der Fussballclub mobilisierte die die Befürworter. Am Schluss wurden die beiden Traktanden wie vom Gemeinderat vorgelegt gutgeheissen. Die Sportstätte knapp mit 60 Ja zu 55 Nein. Bei der Werterhaltungsplanung wurde ein Änderungsantrag angenommen, der nach Meinung des Gemeinderatschreibers nicht gültig und Abklärungen mit dem Kanton bedarf. (CM)

Birrhard

Kreditantrag für Kommunalfahrzeug zurückgewiesen

In der Gemeinde Birrhard wird vorläufig kein neues Kommunalfahrzeug angeschafft. Die 43 Stimmberechtigten (von insgesamt 507) stellten einen Rückweisungsantrag für den Kredit über 60 000 Franken. Die Begründung: Man wolle die Pensionierung des heutigen Bauamt-Stelleninhabers abwarten. Anschliessend soll mit dem neuen Verantwortlichen die Situation geprüft werden. Die restlichen Traktanden – darunter die Rechnung 2015 sowie der Kreditantrag zur Ersatzbeschaffung eines Tanklöschfahrzeugs der Feuerwehr Eigenamt mit einem Gemeindeanteil von 48 000 Franken – wurden einstimmig angenommen. Unter «Verschiedenes» baten die Stimmberechtigten den Gemeinderat, künftig die Sommer-Gemeindeversammlung nicht während des Argovia Fäschts durchzuführen. (jam)

Habsburg

Ja zum Küchen-Einbau in einem Schulzimmer

Viel zu diskutieren hatten die 32 Stimmberechtigten (von insgesamt 320) an der Gmeind in Habsburg nicht. Einzig beim Krreditbegehren über 30 000 Franken für den Einbau einer Küche im Schulzimmer für textiles Werken gab es einige Fragen – auch grundsätzlich zur Schulentwicklung. Schliesslich hiess der Souverän sämtliche Traktanden gut. Neben der Küche ging es auch um ein Kreditbegehren über 15 000 Franken als Architektenhonorar für die Erarbeitung eines Bauprojekts zur Dachsanierung am Schulhaus sowie um die Einführung eines Spesenreglements für Funkionäre der Gemeinde Habsburg. (CM)

Mülligen

Feuerwehr und Wasser gaben zu diskutieren

Die ordentlichen Traktanden wickelten die 67 anwesenden Stimmbürger (von insgesamt 724) in Mülligen zügig ab. Diskussionslos und mit nur 8 Gegenstimmen sagte der Souverän diesmal Ja zu einem jährlichen Pro-Kopf-Beitrag von 20 Franken an die Ortsbürgergemeinde für die Waldbewirtschaftung und Waldpflege. Dieses Traktandum war ein Wiederholungsantrag aus der Gemeindeversammlung vom vergangenen November. Rund eine Stunde diskutierten die Anwesenden unter «Verschiedenes» mit dem Gemeinderat. Dabei ging es um die Schliessung der Werkausfahrt, den Kiesabbau und besonders intensiv um die Feuerwehr sowie die Wasserversorgung. Bei der Feuerwehr Birmenstorf-Mülligen stehen die beiden Exekutiven seit längerer Zeit in Kontakt und überlegen, ob man nach über zehn Jahren wieder getrennte Wege gehen soll, resp. dass sich Mülligen der Feuerwehr Eigenamt anschliessen könnte. Der Grund dafür ist, dass hohe Investionen für ein neues Feuerwehrmagazin in Birmenstorf anstehen würden. Dem Gemeinderat ging es gestern Abend darum, das Stimmvolk über diese Abklärungen auf dem Laufenden zu halten. (CM)

Remigen

Zusatzkredit für Kanalisation klar bewilligt

Vieler Worte hat es nicht bedurft in Remigen: Mit grosser Mehrheit haben die anwesenden 84 Stimmberechtigten – von insgesamt 725 Stimmberechtigten – alle Geschäfte angenommen. Sowohl die Rechnung 2015 als auch der Zusatzkredit von 320 000 Franken für die Sanierung der Kanalisation Winkel/Neumatt sowie die Einbürgerung wurden angenommen. Unter «Verschiedenes» informierte der Gemeinderat über die aktuellen Themen Asylwesen, Hangsicherung Hornweg sowie Sanierung Villigerstrasse. Weiter stellte Kommandant Fabian Giger die Feuerwehr Geissberg vor. (mhu)

Riniken

Poststelle verschwindet schon bald

Von den 990 Stimmberechtigten nahmen am Freitagabend 58 an der Gemeindeversammlung teil. Sämtliche Anträge wurden gutgeheissen. Diskussionslos wurde der Verpflichtungskredit über 250 000 Franken für die Innensanierung der Gemeindeverwaltung mit diversen Nebenräumen angenommen. Unter «Verschiedenes» wurde der frühere Vizeammann Daniel Obrist verabschiedet. Ausserdem informierte der Gemeinderat, dass voraussichtlich im kommenden Jahr mit der Pensionierung des Posthalters die Poststelle geschlossen und im Volg-Laden eine Post-Agentur eröffnet werden soll. (CM)

Schinznach

Das neue Realschulhaus kann gebaut werden

Einiges zu diskutieren hatte der Souverän an der Gmeind in Schinznach. 130 von 1570 Stimmberechtigen waren anwesend. Zu Fragen kam es bei der Gesamtrevision des Personalreglements der Gemeinde. Hier wollte ein Stimmbürger wissen, welche finanziellen Konsequenzen die Erhöhung des Vaterschaftsurlaubs hat. Am Ende wurde die Revision genehmigt. Zu weiteren Diskussionen kam es beim Nachtragskredit über 44 000 Franken für die Sanierung der Lindenstrasse. Es wurde der Antrag gestellt, einen Beitragsplan zu bearbeiten, obwohl dies der Gemeinderat für nicht nötig befunden hatte. Der Antrag wurde an den Gemeinderat überwiesen, der Kredit bewilligt. Vorschläge vom Souverän kamen auch bezüglich Sanierung des Kugelfangs der 300-Meter-Schiessanlage (Kostenpunkt: 495 000 Franken). Ein Vorschlag: Bei der Sanierung sollen ökologische Massnahmen ergriffen werden, die die Gemeinde aufwerten. Das würde Beiträge an die Gemeinde geben, war das Argument. Anwesende Landwirte sprachen sich dagegen aus. Der Kredit wurde bewilligt, der Antrag abgelehnt. Die Satzungsänderung des Gemeindeverbands Feuerwehr Schenkenbergertal wurde ebenfalls angenommen, obwohl unklar ist, wie lange Schinznach-Bad noch im Verband mit dabei ist. Den grössten Brocken gab es am Ende zu bewältigen: 350 000 Franken für den Ersatzneubau Realschulhaus/Aula standen zur Diskussion. Der Kredit wurde nach langer Diskussion mit nur 4 Gegenstimmen bewilligt. Der Souverän forderte aber, dass die Bevölkerung besser in das Projekt involviert wird. Unter «Verschiedenes» informierte der Gemeinderat über den Wasserleitungsbruch im Bereich Hohe Strasse/Ausserdorfstrasse, sowie über die Submissionsbeschwerde, die bezüglich Sanierung der Veltheimerstrasse eingegangen ist. Ein Stimmbürger stellte den Antrag, die Gemeindeordnung anzupassen. Er empfindet die Kompetenzsumme von 1 Mio. Franken im Bereich Kauf und Verkauf von Liegenschaften als zu hoch. Der Antrag wurde abgewiesen. Weiter forderte der Souverän, dass die Gemeinde 6 SBB-Tageskarten verkauft, statt deren 4. Der Gemeinderat nimmt sich dessen an. (jam)