Brugg

Sie will die Wünsche der Jugendlichen aufspüren

Annina Friz freut sich auf das Projekt «regionales Jugendkonzept».NN

Annina Friz freut sich auf das Projekt «regionales Jugendkonzept».NN

Annina Friz hat die neue Projektstelle «Jugend Region Brugg-Eigenamt» gespannt und mit Freude angetreten. Als erstes will sie Kontakte zu Schulleitern, Sozialarbeitenden, Gemeindeschreibern und bestehenden Jugendstellen knüpfen.

Es ist für den Aargau ein Pilotprojekt: Mit einem gemeinsamen Jugendkonzept sind acht Gemeinden der Region – Brugg, Birr, Birrhard, Hausen, Mülligen, Lupfig, Scherz und Windisch – auf dem Weg zu einer gemeinsamen regionalen Jugendpolitik und -arbeit. Mitte letzten Jahres wurde von der Projektgruppe, in der alle Gemeinde vertreten sind, das regionale Jugendkonzept verabschiedet.

Es gibt die strategische Richtung der regionalen Jugendarbeit vor. Nun gilt es, die Jugendlichen in die Umsetzung einzubeziehen. Dazu wurde eine Projektstelle eingerichtet, welche mit den Jugendlichen Zukunftsworkshops durchführt. Als Leiterin der Projektstelle wurde die Windischerin Annina Friz gewählt. Sie hat die Arbeit mit einem 40-Prozent-Pensum im Januar aufgenommen. Wie sie in einem Gespräch mit der az verriet, findet sie ihre Aufgabe und das Projekt faszinierend. «Dass nicht von oben Entscheidungen getroffen werden, sondern, dass zunächst die Wünsche und Meinungen der Jugendlichen erfasst und ausgewertet werden, ist toll und eine riesige Chance.»

Als Erstes knüpft Friz Kontakte zu Schulleitern, zu Sozialarbeitenden, zu Gemeindeschreibern sowie zu bestehenden Jugendstellen, um das Netzwerk weiterzuknüpfen.

Workshops in allen Gemeinden

In einem zweiten Schritt organisiert die als «Soziokulturelle Animatorin FH» ausgebildete Windischerin Zukunftsworkshops in jeder der acht Gemeinden. Der Auftakt findet am 25. April in Mülligen statt. Als nächste Gemeinde dürfte Hausen an der Reihe sein. Eingeladen sind Schüler der Oberstufe im Alter von 12 bis 16 Jahren, auch ältere Jugendliche seien willkommen.

An diesen Anlässen sollen von den Jugendlichen Fragen wie «Was fehlt euch in der Gemeinde und in der Region – sind es Räume, Treffpunkte, Anlässe, Aktivitäten und so weiter?» oder «Habt ihr spezielle Ideen und Bedürfnisse bezüglich Freizeit, Kultur, Sport, Unterhaltung, Freundeskreis?» Die Schüler sollen sich auch dazu äussern, ob sie bereit zu einer Mitarbeit wären und Verantwortung bei der Realisierung von Angeboten übernehmen würden. Ganz im Sinne von: «von Jugendlichen – für Jugendliche»?

Die bestehenden Anbieter «Pic» in Brugg, «Point» in Windisch und «Juppi» in Birr werden einbezogen, ebenso weitere Jugendorganisationen und -vereine. Für fachliche Beratung und Unterstützung steht das «Büro West» in Luzern, das die Grundlagen für das Projekt erarbeitet hatte, zur Seite. Strategisch geführt wird das Projekt vom regionalen Leitungsgremium, in dem alle Ressortvorstände der beteiligten Gemeinden vertreten sind. Die Windischer Gemeinderätin Rosi Magon präsidiert das Projekt mit.

Umsetzung in dritter Phase

Die Start- und Aufbauphase der Projektstellen-Inhaberin ist auf zwei bis drei Jahre befristet. Annina Friz wird auch Koordinationsmöglichkeiten aufzeigen, Angebote weiterentwickeln und jede beteiligte Gemeinde separat aufschlüsseln. «Ich will herausfinden, welche Begehren die jugendlichen Einwohner eingebracht haben und wo die Schwerpunkte liegen», sagt Friz.

Die Begehren können allenfalls lokal oder aber regional umgesetzt werden, wobei die Finanzierung vom Leitungsgremium geregelt und von den Gemeinden der Region bewilligt werden muss. Im Sommer wird ein Organisationsentwicklungs-Prozess eingeleitet mit dem Ziel, die bestehende professionelle Jugendarbeit von Birr, Brugg und Windisch zu einer regionalen Jugendarbeit «Brugg-Eigenamt» weiterzuführen, geleitet von einem Gesamtteam.

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