Brugg/Windisch

Sie weibeln überall für die Region und kurbeln den Tourismus an

Tourismus-Präsident Jürg Hässig verabschiedet Bea Weber aus dem Vorstand. CM

Tourismus-Präsident Jürg Hässig verabschiedet Bea Weber aus dem Vorstand. CM

Der Verein Tourismus Region Brugg betreibt viel Aufwand, um möglichst vielen Gästen spezielle Erlebnisse in und um Brugg zu ermöglichen.

Seit Jürg Hässig vor drei Jahren das Präsidium von Tourismus Region Brugg übernommen hat, gibt der Verein sichtbar Vollgas. Das wurde den Gästen am 9. Tourismus-Apéro am Montagabend bei der Stiftung Faro in Windisch eindrücklich vor Augen geführt. Der Präsident sagte: «Wir sind sehr daran interessiert, die Region Brugg in den anderen Landesteilen bekannt zu machen.» Hässig trug massgeblich dazu bei, dass der Schweizerische Gemeindeverband (SGV) im letzten Mai seine Generalversammlung zum ersten Mal im Campussaal durchführte. Von der zentralen Lage sowie der hervorragenden öV-Anbindung sei der SGV begeistert gewesen. Dieser plant, die GV 2020 erneut in Brugg-Windisch durchzuführen.

Die attraktiv gestaltete Genuss-Agenda «Gut & Gern», die diese Woche erneut an alle Haushalte in der Region Brugg verteilt wird, feierte 2018 ebenfalls Premiere. Die Vorstandsmitglieder des Tourismusvereins verteilten dieses Heft am slowUp Brugg Regio an die vielen Teilnehmer aus nah und fern mit so viel Engagement, dass sie bereits am Mittag keine Exemplare mehr hatten.

Gegen das Goms unterlegen

Sehr viel Aufwand betrieb Tourismus Region Brugg auch, um sich als Gastgeber für das nächste Bundeslager der Pfadibewegung Schweiz mit bis zu 25 000 Teilnehmern zu bewerben. Die Gemeinden wurden angefragt, Videos aufgenommen und Politiker für diese Sache gewonnen. «Das Bewerbungsdossier reichten wir im letzten September ein. Das Bundeslager 2021 findet allerdings im Goms statt. Es ist wie im Sport, es kann nur einer gewinnen», erzählte Hässig.

Erfolgreicher war der Einsatz für die Zuger Messe, wo der Vorstand am Aargauer Stand für die Region Brugg warb. Auch ist der Verein daran, den City-OL, der aus einer Maturaarbeit hervorging, patentieren zu lassen und später in der ganzen Schweiz zu promoten. Bei der Netzwerkorganisation Limmatstadt AG hat der Tourismusverein Aktien erworben. «Die Limmat fliesst schliesslich bis Brugg. Wir möchten deshalb auf deren Website erwähnt werden», sagte Hässig, dem es grundsätzlich immer um das gleiche Rezept geht: Angebot vorstellen, einander persönlich kennenlernen und Unterlagen abgeben. Auch an den Brugger Abendrennen will sich der Tourismusverein nach der guten Erfahrung im letzten Sommer weiterhin beteiligen.

Zusammenarbeit mit der Armee

Einem grossen Teil der Bevölkerung noch in bester Erinnerung dürfte die erste Austragung der Veranstaltung «Brugg wird zum Bauernhof» sein. Das Wetter spielte perfekt mit und den ganzen Samstag war die Innenstadt belebt. Bei der zweiten Ausgabe am 21. September macht die Armee mit.

Dem Tourismusverein scheinen die Ideen noch lange nicht auszugehen, wie Jürg Hässig in seinem Ausblick zeigte. Vorstandsmitglied Peter Belart ist beispielsweise daran, eine Karte mit allen Picknick-Standplätzen zu erstellen. Für 2020 ist laut Hässig vorgesehen, ein Guggen-Monsterkonzert zu veranstalten. Am Schluss des Abends musste Präsident Hässig nach über zehnjährigem Engagement Bea Weber aus dem Vorstand verabschieden. Ihre Nachfolge stand bis zum Apéro noch nicht fest.

Thilo Capodanno von der regionalen Standortförderung Brugg Regio berichtete, dass die Montage der touristischen Hinweisschilder vor wenigen Tagen abgeschlossen wurde. Insgesamt sind es sechs Sujets an acht Standorten. Zudem sollen die Stadtführer bald eine einheitliche Ausrüstung bekommen.

Den Zürchern etwas wegnehmen

OK-Präsident Adrian Gerwer vom Convoy to Remember zeigte auf, wie sich der Anlass mit 150 Armee-Fahrzeugen im 1996 innerhalb von 20 Jahren zu einem Grossanlass mit 660 Militär-Oldtimern und 25 000 Besuchern entwickelt hat. Das internationale Treffen findet vom 9. bis 11. August in Birmenstorf zum achten Mal statt inklusive Parade.

Projektleiter Rolf Henggeler und Hotelbetreiber Rolf Kaspar erklärten den Baufortschritt beim Centurion Tower: «Mit den 66 Hotelzimmern werden wir den Zürchern etwas wegnehmen.»

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