Sie verkündete den Glauben bodenständig und altersgerecht

26 Jahre lang war Margrit Mascolo als Katechetin tätig in der Region Brugg und hat dabei viele Kinder geprägt – jetzt wird sie pensioniert.

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Katechetin Margrit Mascolo geht Ende September in Pension.

Katechetin Margrit Mascolo geht Ende September in Pension.

Bild: zvg

Kein katholisches Kind in Birr, Lupfig, Birrhard, Scherz und Mülligen, das sie nicht kennt: Margrit Mascolo, Katechetin im Kirchenzentrum Paulus Birrfeld. Inzwischen bereitet sie schon Kinder auf die Erstkommunion vor, deren Eltern auch schon bei ihr in den Religionsunterricht gingen. 26 Jahre lang war sie tätig als Katechetin im katholischen Kirchenzentrum Paulus Birrfeld und später im ganzen Pastoralraum Region Brugg-Windisch.

Und alle sind sich einig: Diese energiegeladene Frau hat sie auf ihrem Lebensweg wesentlich mitgeprägt. Bodenständig, herzlich und direkt, so geht Margrit Mascolo mit allen um, mit denen sie zu tun hat. Ihr gelang es, den Glauben bodenständig und altersgemäss zu verkünden. Nun geht sie Ende September in den wohlverdienten Ruhestand. Dass Margrit Mascolo selbst mit ihrer Familie seit Jahrzehnten in der Wyde in Birr wohnt, trug sicher dazu bei, dass sie immer nahe bei den Menschen und ihren Anliegen war. Es gelang ihr vor allem auch, zu den Familien mit anderssprachiger Herkunft eine Beziehung aufzubauen und sie zu integrieren.

Bei Vakanzen sprang sie immer wieder ein

Auch die Ökumene ist ihr ein grosses Anliegen. So initiierte sie vor drei Jahren gemeinsam mit dem reformierten Pfarrer von Birr einen jährlichen Begegnungstag aller Jugendlichen, die sich auf die Firmung oder Konfirmation vorbereiten.

Und sie ist ein Mensch, der ausgesprochen gerne in einem Team mit anderen arbeitete und neue Ideen entwickelte. Zuerst mit den anderen Katechetinnen im Kirchenzentrum Paulus Birrfeld, später dann im grösseren Katechese-Team im Pastoralraum. Eine ihrer Stärken war es, sich mit vollem Engagement einzubringen, wo es nötig war, und sich dann aber auch wieder zurücknehmen zu können, um neuen Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern Raum zu geben. So wirkte sie beispielsweise auch als Koordinatorin für das kirchliche Leben im Kirchenzentrum Paulus, wenn es in den letzten Jahrzehnten Vakanzen in der Seelsorge gab. War dann eine neue Seelsorgerin, ein neuer Seelsorger wieder gut eingeführt, zog sich Margrit Mascolo wieder selbstverständlich auf ihre Aufgaben im Religionsunterricht zurück. Bis zuletzt entwickelte sie neue Formate in Katechese und Religionsunterricht mit und stellte sich allen neuen Herausforderungen im kirchlichen und gesellschaftlichen Umfeld.

Eine offene Kirche war ihr ein grosses Anliegen

Dass eine offene Kirche, in der alle Platz haben, ihr ein Herzensanliegen ist, beweist beispielsweise ihr Mitwirken in der Arbeitsgruppe für die sogenannte «Regenbogenpastoral» im Bistum Basel. Diese setzt sich seit mehr als drei Jahren dafür ein, dass Menschen verschiedenster sexueller Orientierung eine Heimat in der Kirche finden und selbstverständlich ein Teil davon sind.

In einem feierlichen Gottesdienst wurde Margrit Mascolo am Sonntag in der Pauluskirche in Lupfig verabschiedet. Alle Anwesenden konnten nach dem Gottesdienst beim gemeinsamen Mittagessen noch einen persönlichen Dank oder Wunsch auf ein Kärtchen schreiben, um etwas von dem festzuhalten, wie die Herzblut-Katechetin ihn oder sie auf dem eigenen Lebensweg geprägt hat. (az)